Albtraumurlaub in der Türkei: Salmonellen-Infektion doch durchs Essen?
- Reiseveranstalter weist Regress zurück: "Waren nicht Verursacher der Erkrankungen"
Nach dem Abklingen der Salmonellen- und Ruhr-Infektionen in einem türkischen Hotel, gibt es nun Vermutungen, dass die Urlauber doch durchs Essen infiziert worden sind. Bis jetzt hatte es geheißen, ein Nachbarhotel hätte Abwässer ins Meer geleitet. Der Reiseveranstalter wies am Montag jede Schuld von sich: "Wir können keine Regressansprüche akzeptieren, weil wir nicht die Verursacher der Erkrankungen waren", so Nasar-Holidays/Düsseldorf.
Die Touristen - darunter auch Österreicher - hatten sich in der vergangenen Woche in einer Hotelanlage in Alanya mit Ruhr-Amöben angesteckt und mussten mehrere Tage mit Fieber, Durchfall und Magenkrämpfen im Bett verbringen. Verschmutztes Wasser eines Nachbarhotels soll zu den Infektionen geführt haben.
"Wir habe unsere Kunden von Beginn an unbürokratisch von A bis Z betreut", erklärte Nasar-Holidays-Geschäftsführer Michael Grütter auf APA-Anfrage. Sie seien Veranstalter, die mit einer Hotelanlage in der Türkei zusammenarbeiten und die Krankheitserreger seien von einem Dritten gekommen. "Es ist unmöglich, Schadenersatzforderungen anzuerkennen, weil wir nicht dafür verantwortlich sind", so Grütter.
Der Reiseveranstalter werde sich aber "kulant" verhalten und auch noch nach den Ferien für seine Gäste da sein. Wie dieses "kulante Verhalten" aussehen wird, darüber wollte der Geschäftsführer keine näheren Auskünfte geben. (apa)








