Hohe Erwartungen: Junges Kroatien bereits echter Dauerbrenner bei Großereignissen

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Trotz ihrer jungen Geschichte kann Kroatiens Nationalmannschaft beachtliche Erfolge vorweisen. Seit der staatlichen Unabhängigkeit 1991 sowie dem FIFA-Beitritt 1992 haben sich die Spieler mit den Schachbrett-Trikots jeweils dreimal für die EM und WM qualifiziert. Der bisher größte Erfolg der Kroaten war der dritte Platz beim WM-Debüt 1998 in Frankreich, bei dem auch Teamchef Slaven Bilic als Schlüsselspieler dabei war.

Auf EM-Ebene war das Viertelfinale 1996 in England das bisherige Maximum für die Rot-Weiß-Blauen. Und das Erreichen der ersten K.o.-Runde wird wohl auch bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz notwendig sein, damit Bilic das Schicksal seiner beiden Vorgänger erspart bleibt: Ex-Rapidler Zlatko Kranjcar (im Juli 2006 als Teamchef abgesetzt) und der ehemalige ÖFB-Teamchef Otto Baric (im Juni 2004 zurückgetreten) hatten bei der WM bzw. EM mit dem Scheitern in der Gruppenphase die Erwartungen ihrer Landsleute jeweils nicht erfüllen können.

Brasilianer als Star
Neuer Star der in der EM-Quali so souverän spielenden Kroaten ist der eingebürgerte Brasilianer und Arsenal-Torjäger Eduardo da Silva, der es auf zehn Tore in der EURO-2008-Ausscheidung gebracht hat und von Kranjcar unverständlicherweise nicht für die WM berücksichtigt worden war. Teamkapitän ist der 36-jährige Salzburg-Mittelfeld-Routinier Niko Kovac.

In der bisher letzten EM-Endrunde 2004 in Portugal spielte Kroatien in Gruppe B gegen Titelverteidiger Frankreich (2:2), Ex-Weltmeister England (2:4) sowie die Schweiz (0:0). Damals schieden die Techniker vom Westbalkan wie bei der WM 2006 in Deutschland (0:1 gegen Brasilien, 0:0 gegen Japan und 2:2 gegen Australien) mit zwei Punkten als Gruppendritter aus.

Strukturen der Vergangenheit
Laut dem 70-jährigen Verbandspräsidenten Vlatko Markovic lebt der kroatische Fußball noch von den Strukturen der (jugoslawischen) Vergangenheit. Deswegen müsse der Nachwuchs der nur 4,44 Millionen Einwohner zählenden Republik künftig entsprechend unterstützt werden, um das hohe Leistungsniveau halten zu können.

(apa/red)

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29.11.2007 16:54
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