Noch mehr Urlaub in Österreich bis 2018: Studie belegt Bedeutung des Tourismus

  • Bis 2018 wird Anteil am BIP auf 17,6 Prozent steigen
  • BIP-Wachstum soll jährlich vier Prozent betragen

Eine neue Studie hat die Wachstumschancen der Tourismusbranche ausgelotet. Dabei nimmt Österreich eine glänzende Position ein. Entgegen dem weltweit leichten Einbruch hat Österreich gute Entwicklungsaussichten. Mittelfristig wird die Tourismusbranche auch weltweit wieder stärker wachsen.

Österreichs Tourismus-Branche darf zuversichtlich in die Zukunft blicken. Ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird sich von 14,5 heuer auf 17,6 Prozent im Jahr 2018 erhöhen und dann einen Wert von 71,2 Mrd. Euro erreichen. Während heute jeder sechste Job auf den Fremdenverkehr entfällt, wird es in zehn Jahren jeder 4,7-te Arbeitsplatz sein. Das reale BIP-Wachstum in Fremdenverkehr soll bis 2018 jährlich durchschnittlich vier Prozent betragen, geht aus einer aktuellen Studie des World Travel and Tourism Council hervor.

Weltweite Abschwächung
Weltweit wird sich das Tourismusgeschäft heuer wegen der Finanzmarktkrise, der hohen Energiepreise und der Diskussion um den Klimawandel abschwächen, so die Studienautoren. Mittelfristig erwartet der WTTC aber wieder ein deutliches Plus. Für 2008 erwartet WTTC ein Wachstum von 3,0 Prozent nach 3,9 Prozent 2007. Insgesamt werden sich die Ausgaben für Reisen und Tourismus 2008 auf fast 8 Billionen Dollar belaufen und in zehn Jahren rund 15 Billionen betragen.

WTTC-Präsident Jean-Claude Baumgarten sagte auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin, dass insbesondere die Schwellenländer das Geschäft treiben werden. So werde China heuer erneut einen Sprung nach vorn machen und den zweiten Platz hinter den USA und vor Japan und Deutschland einnehmen. Das Wachstum beträgt der Studie zufolge in diesem Jahr 11,3 Prozent. Bis 2018 prognostizieren die Fachleute ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 8,9 Prozent.

Wachstum in USA niedrig
Zuwächse über dem Durchschnitt gab es zuletzt in Regionen Afrikas, dem asiatischen Pazifikraum und im Mittleren Osten. Für Europa und Amerika sieht der WTTC ein eher langsameres Wachstum. Zwar werden die USA ihren Spitzenplatz auch in diesem Jahr behalten - 2008 belief sich die Nachfrage dort auf mehr als 1.747 Milliarden Dollar. Doch mit einem Plus von 1,1 Prozent fiel das Wachstum in der US-Tourismusindustrie niedrig aus.

Weltweit wird es für die Branche bis 2018 ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 4,4 Prozent geben. Damit wird die Branche in zehn Jahren mit 297 Millionen Jobs fast jeden elften Arbeitsplatz weltweit stellen. Bereits jetzt erwirtschaftet die Tourismusindustrie fast 10 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Bis 2018 soll der Anteil der Studie zufolge auf 10,5 Prozent steigen.

(apa/red)

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