FORMAT über den Pfarrwirt in Wien-Grinzing: Gereiftes Edelbeisl mit
- Von knuspriger Blunzenstrudel bis Zwiebelravioli
- Herbert Hacker über makellose Küche und Service

Es war Ende Oktober des Vorjahres, als der ehemalige Werbeguru Hans Schmid seinen Pfarrwirt in Grinzing eröffnete. FORMAT berichtete an dieser Stelle gleich nach der Eröffnung. Der Eindruck damals in Kurzform: ein überaus schönes Lokal, aber eine noch unausgereifte Küche und ein völlig chaotisch agierender Service.
Das kommt bei ganz neuen Lokalen gar nicht selten vor. Manchmal braucht es halt ein bisschen länger, bis alles einigermaßen in Schwung gekommen ist. Deshalb haben wir uns jetzt der Fairness halber den Pfarrwirt ein halbes Jahr später noch einmal angeschaut. Mit einem tatsächlich ganz anderen Ergebnis.
Zunächst die Küchenleistung: Obwohl Küchenchef Alexander Mayer gar nicht anwesend war, ist jedes Gericht makellos gelungen. Etwa der knusprige Blunzenstrudel mit Roten Rüben und Apfel-Kren- Püree gleich zu Beginn. Stimmig und köstlich auch die Entenleber mit Traubennuss und die Auberginen-Terrine mit Röstpaprika und Artischocken. Ein besonderes Lob verdienen aber die tomatisierte Fischsuppe mit Safran und Neusiedler-See-Zander sowie das wunderbar zart gebratene Entrecôte mit Kakao, Sichuanpfeffer und Zwiebelravioli.
Eine noch deutlichere Veränderung hat sich aber im Service ergeben. Vom einstigen Chaos ist keine Spur mehr, auch die Wartezeiten sind keineswegs mehr so lang. Die Bedienung agiert jetzt flott, kompetent und freundlich.
Am Ambiente hat sich seit Beginn kaum etwas geändert - und das ist auch gut so, denn das schönste Edelbeisl Wiens war der Pfarrwirt von Anfang an. Inzwischen ist es in jeder Hinsicht eines der besten.
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Name: Pfarrwirt
Adresse: 1190 Wien, Pfarrplatz 5, Tel. 01/370 73 73 Öffnungszeiten: Di. 18-24, Mi.-Sa. 11-24, So. 10-24 Uhr









