Jean Nouvel strebt dem Himmel entgegen:
Bau eines Wolkenkratzers in Metropole Paris

  • Bricht die langweilige Monokultur des Büroviertels auf
  • Errichtet derzeit Gebäude für UNIQA am Donaukanal

Der französische Star-Architekt und diesjährige Pritzker-Preisträger Jean Novel hat den Zuschlag für den Bau eines 301 Meter hohen Wolkenkratzers im Viertel von La Defense am Stadtrand von Paris bekommen. "Es wird ein sehr gemischtes Hochhaus, das Wohnungen, ein Hotel, Büros und Geschäfte enthält", sagte Nouvel. Er wolle damit die Monokultur des Büroviertels aufbrechen. "Man wird das Innenleben des Gebäudes sehen können", fügte er hinzu. Es solle auch Gärten auf oberen Etagen geben.

Das Hochhaus werde eine Nutzfläche von 140.000 Quadratmetern haben (davon 50.000 für Büros, 33.000 für Wohnungen und 39.000 für ein Hotel) und bis 2015 fertiggestellt sein. Neben Nouvel waren bei dem Wettbewerb auch die Franzosen Jean-Michel Wilmotte und Jacques Ferrier, der Amerikaner Daniel Libeskind und der Brite Norman Foster in die Endrunde gekommen.

Nouvel, der mit dem Pariser Institut du Monde Arabe 1987 bekanntwurde und derzeit u.a. in Kopenhagen einen Konzertsaal und in Katar ein Hochhaus errichtet, ist auch in Österreich tätig: Er zeichnete u.a. für einen der Gasometer-Umbauten verantwortlich und errichtet derzeit am Donaukanal im Auftrag der UNIQA-Versicherung ein Multifunktionsgebäude. Zu seinen bekanntesten Gebäuden zählen die Tour Agbar in Barcelona und das Musee du Quai Branly in Paris. (apa/red)

6.6.2008 10:13
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