ÖVP-Rebell zeigt sich nach Wahl handzahm:
Verhandlungen von van Staa und Dinkhauser
- ÖVP und Bürgerliste loben gutes Gesprächsklima
- Dinkhauser beharrt weiterhin auf Rücktritt Van Staas

·NEWS: Dinkhauser fordert Neuwahlen
Überlegungen zu Export seiner Bürgerliste
·Erste Gespräche in Tirol: Wenig Neues
Dinkhauser ist der letzte Gesprächspartner der VP
·SPÖ befasst sich mit Tiroler Wahlschlappe
"Offene und kritische Analyse" steht am Plan
·Dinkhauser schafft es
auf Anhieb auf 18,3%
Erreichte bei Tirol-Wahl sensationellen 2. Platz
Überraschend lang hat das "Orientierungsgespräch" zwischen Tiroler Volkspartei und dem "Bürgerforum" Fritz Dinkhausers zur Bildung einer neuen Landesregierung gedauert. Nach der fast zweistündigen Unterredung sah Dinkhauser "Bewegung". VP-Parteichef, Landeshauptmann Herwig van Staa sprach von einer "angenehmen Atmosphäre", sein Stellvertreter, Innenminister Günther Platter von einem "guten Gespräch".
Was Personen betreffe, werde er seine Grundsätze nicht verlassen, betonte Dinkhauser und nannte vor Journalisten neuerlich Van Staa und Bauernbundchef, Anton Steixner, mit denen er nicht zusammenarbeiten werde. Aber es gebe "Bewegung", man sei "sehr aufgeschlossen" gewesen, berichtete er. Er sei bereit, über "die besten Köpfe" einer neuen Landesregierung zu verhandeln.
"Vertiefende Gespräche" geplant
Van Staa betonte, dass es Bereitschaft von beiden Seiten gebe, keine persönlichen Auseinandersetzungen auszutragen. Er verwies auf den Beschluss des VP-Landesparteivorstandes, ohne ihn sei die Bildung einer Landesregierung nicht möglich. Die Partei habe sich auf ihn festgelegt. Gemeinsam mit Platter werde er nun abklären, welche Koalitionsmöglichkeiten es gebe. Van Staa kündigte "vertiefende Gespräche" an. Dann wolle er dem Landesparteivorstand Bericht erstatten.
Platter selbst sprach von einem "sehr wichtigen Gespräch". Er orte die Bereitschaft für weitere Unterredungen mit dem Bürgerforum und habe "ein gutes Gefühl". Auch LHStv. Elisabeth Zanon, die bei dem Gespräch mit dabei war, betonte, es gebe "kein Ende" der Gespräche, "wir werden weiter reden". (apa/red)








