Mobiles TV ist noch in den Kinderschuhen: Angebote in Österreich im AK-Vergleichstest
- Neues DVB-H ist nur sehr eingeschränkt nutzbar
- Schwankende Qualität bei UMTS-Übertragungen

Der Handy-TV-Boom rechtzeitig zur Fußball-Europameisterschaft stößt auf Skepsis bei den Konsumentenschützern. Qualität, Kosten und Programmanzahl sei beim Handy-Fernsehen noch sehr unterschiedlich, so das Ergebnis eines Tests der Arbeiterkammer.
Die neue Übertragungstechnik (DVB-H) könne derzeit nur in vier Landeshauptstädten - Wien, Innsbruck, Salzburg, Klagenfurt - genutzt werden. Für die bisherige Übertragung via UMTS-Streaming, die weiten Teilen des Landes funktioniert, gelte: Je mehr TV schauen, desto schlechter die Qualität der Verbindung, so die Ergebnisse der veröffentlichten AK-Studie. Außerdem warnen die Konsumentenschützer vor lang andauernden Vertragsbindungen für Handy-TV-Abos von bis zu zwei Jahren.
Wenig Angebote
DVB-H könne derzeit auch nur mit einem Handymodell bei Drei und One empfangen werden. Bei A1 ist ein Produkt in Vorbereitung. T-Mobile bietet ein Handy mit DVB-T-Empfang an, jener Technologie, mit der man Fernsehen auch via Antenne zu Hause empfängt, und ist dafür vorerst nicht bei der DVB-H-Plattform dabei, die Antennen-Fernsehen für das Handy optimiert hat.
Für UMTS-Streaming, das bei allen Betreibern funktioniert, gibt es laut AK bereits zahlreiche Handymodelle. Dafür seien neben der schwankenden Qualität auch die Preise teils intransparent. Zwar zahlt man für die Nutzung eine Pauschale oder gar nichts. T-Mobile und One würden aber auch Kosten für den Datentransfer zum Aufbau der Startseite des Handy-Portals verrechnen, so die AK.
A1 verrechnet bei UMTS-Empfang für ein Tagesticket drei Euro, für ein Monatsabo fünf Euro monatlich. Das TV-Abo kann nur am Ende der Rechnungsperiode gekündigt werden, wenn es keine aufrechte Mindestvertragsdauer gibt. T-Mobile verlangt fürs UMTS-TV-Angebot 2,90 Euro (Tagesticket), für das Monatsabo 4,90 Euro - kann jederzeit abbestellt werden.
Bei One ist UMTS-Streaming kostenlos, wird aber bald eingestellt. DVB-H kann in Kombination mit der großen Plaudertasche und dem Handy-TV-Paket für Neukunden um neun Euro pro Monat bestellt werden (bis Jahresende kostenlos, danach neun Euro im Monat). Das TV-Abo von One gibt es - abhängig von gewährten Preisvorteilen - mit und ohne 24-monatiger Bindung. Bei Drei ist das UMTS-Streaming-Angebot für alle Kunden kostenlos. Die Nutzung von DVB-H ist mit dem Tarif Show Time XL bei Anmeldung bis 31. Juli 2008 kostenlos. Für alle anderen Kunden ist das Zusatzpaket bis Jahresende kostenfrei. Nach der Aktion werden sechs Euro im Monat verrechnet.
Unterschiedlich ist bei den Angeboten auch die Zahl der TV-Sender. Die Betreiber bieten fünf bis 25 Programme, etwa von ORF1, ORF2 über Sat 1 bis hin zu MTV.
(apa/red)









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