Allein gegen Fladen-Mafia: Herbert Hacker hält sich beim Lob für "Pizza Mari" zurück
- FORMAT: Maria Fuchs liefert Margherita mit Potential
- Kommt aber nicht an neapolitanisches Original heran

Die beste Pizza Wiens zu machen, diesen Anspruch haben schon viele erhoben. Herausgekommen sind dabei aber stets nur mehr oder weniger gelungene Teigfladen von fragwürdiger Machart. Dabei kann doch dieses Unterfangen gar nicht so schwierig sein. All die mittelmäßigen Pizze, die in Wien hergestellt werden, müssten doch zumindest theoretisch leicht zu überbieten sein.
Jetzt hat sich ein neues Lokal in das Rennen um die "wahre Pizza", so wie sie in Neapel gemacht wird, eingebracht. Pizza Mari heißt der Herausforderer und wird von einer jungen Gastronomin geführt, die in Neapel studiert hat und sich der Stadt trotz der Müllberge noch immer stark verbunden fühlt.
Pizza Mari in der Leopoldgasse im zweiten Bezirk Wiens war früher schon eine Pizzeria, aber eine, die keiner Erwähnung wert gewesen wäre. Doch seit Maria Fuchs das Lokal umbauen ließ und danach den Anspruch, eine echt neapolitanische Pizza zu machen, medial zum Besten gegeben hat, ist der Fladenladen jeden Tag zum Bersten voll.
Große Rüge der kleinen Auswahl
Besser als bei den meisten Mitbewerbern nördlich von Rom ist die Pizza bei Fuchs tatsächlich, an neapolitanische Verhältnisse kommt sie aber noch nicht heran. Die Auswahl ist klein, die Variante mit Salsiccia ein bisschen fad, dafür hat die Margherita echtes Potenzial.
Karg ist auch die Weinauswahl, die allerdings noch erweitert werden soll. In Zukunft soll es auch Salate und eine Tagessuppe geben. Pizza Mari ist eine ausgesprochen minimalistische Angelegenheit - wogegen auch nichts spricht, denn das ist in Neapel tatsächlich nicht viel anders.
Name: Pizza Mari
Adresse: 2., Leopoldgasse 23a
Telefon: 0676/687 49 94
Öffnungszeiten: Di-Sa 12-24 Uhr, So 17-23
Preise: Pizze bis 9 Euro
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