Koalitionsgespräche mit open end in Tirol: Dinkhauser begnügt sich mit Opposition
- Jeweils drei Parteienvertreter an Gesprächen beteiligt
- Grüne dürften damit vorerst aus dem Rennen sein
Die Koalitionsverhandlungen zwischen der VP und der SP in Tirol gehen weiter. "Das geht unter Umständen lang", erklärte Landeshauptmann Herwig van Staa bei einer kurzen Unterbrechung der Sitzung. Der VP-Rebell Dinkhauser und die Grünen scheiden als Koalitionspartner hingegen aus. Zu groß seien die inhaltlichen Differenzen.
Die Sitzung sei von den Kernpunkten Agrargemeinschaften, Rechts- und Verfassungsfragen beherrscht. Daher saß auch Agrarlandesrat Anton Steixner mit am Verhandlungstisch. Die Verhandlungen werden zwischen jeweils drei Parteienvertretern geführt: Auf der Seite der ÖVP führen Landeshauptmann Herwig van Staa, Anna Hosp und Innenminister Günther Platter die Verhandlungen. Für die SPÖ sitzen Hannes Gschwentner, Klubobmann Ernst Pechlaner und Elisabeth Blanik am Verhandlungstisch.
Verhandlungen mit open end
"Es wird sicher mehrere Runden geben. Wie viele ist noch nicht abzusehen. Wir haben ein open end", meinte Van Staa. Es würden ja noch weitere Regierungsreferenten zu den Gesprächen geladen. "Es gibt viele Nachfragen. Aber ich sehe das mit der gebotenen Ruhe und Zuversicht", sagte er. Die bisherigen Regierungspartner stellen zusammen 21 der 36 Sitze und mussten bei der Landtagswahl am 8. Juni schwere Verluste hinnehmen. Die konstituierende Landtagssitzung findet am 1. Juli statt.
Dinkhauser und Grüne aus dem Rennen
Aus dem Rennen dürften die Grünen, die Liste um Fritz Dinkhauser und die FPÖ sein. Aufgrund "großer inhaltlicher Differenzen und programmatischer Unterschiede wie dem Bau des Brennerbasistunnels, dem Ausbau der Wasserkraft oder der Realisierung des Tschirganttunnels und personeller Forderungen sowie nach parteiinterner Abklärung" würden keine weiteren Gespräche mit Dinkhauser geführt, erklärte der Landeshauptmann. (apa/red)









