Trotz Spitzenwerte sinkende Bedeutung:
Handelsbeziehungen zwischen USA und EU
- Vereinigte Staaten werden von China überholt
- Österreich kann sich sehr gut in Bilanz behaupten

Die Geschäfte zwischen der EU und den USA bilden den größten Marktplatz weltweit. Der Handel mit Waren und Dienstleistungen zwischen den Wirtschaftsblöcken erreichte im vergangenen Jahr rund 700 Milliarden Euro und damit Rekordwerte, wie aus Zahlen des Luxemburger EU-Statistikamts Eurostat hervorgeht. Die EU-Staaten kauften 2007 in den USA Waren für knapp 181 Milliarden Euro ein und lieferten in die USA Produkte für über 261 Milliarden Euro.
Während Deutschland allein fast die Hälfte des EU-Handelsbilanzüberschusses von 80 Mrd. Euro verbuchte, konnte auch Österreich seine Position im transatlantischen Handel in den vergangenen Jahren massiv verbessern. Der Überschuss im Warenverkehr explodierte zwischen 2000 und 2007 von 463 Millionen Euro auf 3,2 Mrd. Euro. Im Dienstleistungsbereich konnte ein Minus von 301 Millionen Euro im Jahr 2005 in ein Plus von 537 Millionen Euro im Jahr 2006 umgedreht werden.
Bedeutung der US-Wirtschaft nimmt ab
Auch wenn das Handelsvolumen in absoluten Zahlen in vergangenen Jahren immer weiter gestiegen ist, nimmt die Bedeutung der USA für die EU-Wirtschaft ab. Mit etwa 21 Prozent aller Ausfuhren blieben die USA 2007 zwar noch der wichtigste Absatzmarkt der europäischen Exporteure. Bei den Einfuhren der EU kamen aber nur noch knapp 13 Prozent aller Waren aus den USA, die damit auf Platz zwei hinter China rutschten.
Auch bei den Dienstleistungen schloss die Handelsbilanz im vergangenen Jahr mit schwarzen Zahlen zugunsten der EU. So verkauften die Europäer an Kunden in den Vereinigten Staaten Dienstleistungen wie Transporte, Finanzdienste oder Versicherungen im Wert von zusammen fast 140 Milliarden Euro, während sie solche Dienste aus den USA für knapp 128 Milliarden Euro bezogen. Österreich konnte in diesem Bereich ein Minus von 301 Millionen Euro (2005) in ein Plus von 537 Millionen Euro (2006) verwandeln.
Wachstum bei Direktinvestitionen
Besonders stark gewachsen sind in den vergangenen Jahren die Direktinvestitionen. Die US-Wirtschaft investierte in der EU im vergangenen Jahr fast 145 Milliarden Euro, während Europas Unternehmen in den Vereinigten Staaten für knapp 113 Milliarden Euro investierten. Damit hat sich das DI-Volumen innerhalb von drei Jahren fast verzehnfacht. Noch im Jahr 2004 waren die Werte bei 15,5 Mrd. Euro (EU-Investitionen in den USA) bzw. 11,5 Mrd. Euro (US-Investitionen in der EU) gelegen.
(apa/red)








