Fight der Handy-Konstrukteure: Googles
Android will das mobile Internet erobern

  • Suchmaschinen-Riese mit umfangreicher Strategie
  • E-MEDIA: Symbian großer Hoffnungsträger für Nokia

Auf dem Desktop sind sie schon die Nummer eins – jetzt will Google auch das mobile Internet erobern. Als Hilfstruppe haben die Amerikaner einen putzigen Roboter namens Android angeheuert. Android ist das Maskottchen der Open Handset Alliance, ein Konsortium, das Betriebssoftware für Handys herstellt. Diese Software soll nach den Vorstellungen von Google den Weg ins Internet so einfach wie möglich machen.

Damit möglichst viele Hersteller mit einsteigen, ist die Nutzung der Software gratis. Google sorgt auch gleich dafür, dass es ausreichend Anwendungen dazu gibt – etwa durch einen mit 10 Mio. Dollar dotierten Programmierwettbewerb.

Konkurrent in Schwierigkeiten
Härtester Konkurrent von Android ist Symbian – derzeit mit 60 Prozent Marktführer bei Smartphones. Vor allem Nokia und der japanische Netzbetreiber NTT Docomo benutzen dieses Betriebssystem, aber auch Sony Ericsson hat einige Modelle im Portfolio. Die Crux: Die gemeinsame Plattform besteht nur noch auf dem Papier – das zehn Jahre alte Betriebssystem hat sich bei den verschiedenen Unternehmen auseinanderentwickelt.

Nokia versucht nun, dieses Manko zu korrigieren: Die Finnen habe den Symbian-Teilhabern wie Ericsson oder Samsung ihre Anteile abgekauft und bringen sie in eine Stiftung ein. Wie bei Android können Unternehmen die Software dann unentgeltlich nutzen. Weiterer Vorteil: Weil die Software rund 20 Prozent der Handykosten ausmacht, können die Geräte billiger werden.

Microsoft macht nicht mit
Nicht mitmachen bei diesem Spiel will Microsoft. Die Redmonder werden auch in Zukunft ihr Windows Mobile nur gegen Cash abgeben – und wollen es dafür in der nächsten Version kräftig aufpolieren.

Mehr dazu lesen Sie im aktuellen E-MEDIA 14/08!

11.7.2008 17:06
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