Rundfahrt-Direktorin zieht positive Bilanz:
Für Riha war es "eine perfekte Rundfahrt"
- Topstars sorgten mit Tagessiegen für Schlagzeilen
- Termin für nächstes Jahr steht noch nicht fest

Die Finanzierung der 60. Österreich-Rundfahrt war für die Organisatoren eine hohe Hürde gewesen. Sie wurde dank des Einsatzes des Radsportverbandes gemeistert und nach dem Ende der Jubiläumsauflage herrschte eitel Wonne. "Es war eine perfekte Rundfahrt", bilanzierte Tour-Direktorin Ursula Riha zufrieden.
Die Topstars im Feld hatten sich zumindest auf einzelnen Etappen in den Vordergrund geschoben, die Etappensieger Paolo Bettini (Olympiasieger und Doppel-Weltmeister) und Tom Boonen (Ex-Weltmeister) brachten dem Rennen auch international Schlagzeilen. Die Österreicher verbuchten erstmals seit fünf Jahren durch Thomas Rohregger wieder einen Gesamtsieg, Rene Haselbacher sicherte sich eine Etappe.
"Rohregger hat bewiesen, dass man auf einen Allrounder hintrainieren kann", sagte Riha, die trotz der Einwände heimischer Rennställe das Einzelzeitfahren in Programm belassen hatte. De Top-Teams gefiel die gute Mischung zwischen Berg- und Flachetappen, die Tour-Veranstalter haben schon jetzt Anmeldungen für 2009.
Termin für nächstes Jahr noch zu klären
Ob die heimische Rundfahrt wieder zum gleichen Termin in der ersten Woche der Tour de France rollen wird, soll sich im Herbst entscheiden. Wird der Zwist zwischen Weltverband und dem Tour-de-France-Veranstalter A.S.O. nicht gelöst, könnte von sechs Verbänden, zu denen auch Österreich zählt, ein neuer Kalender installiert werden.
Die Organisatoren der Österreich-Rundfahrt hatten während der Rennwoche mögliche Sponsoren zu Gast, von bestehenden gibt es Signale, das finanzielle Engagement auszuweiten. Daraus schöpft Riha Hoffnung für 2009. "Wir sind auf dem richtigen Weg, ich denke, dass die Rundfahrt im nächsten Jahr auf gesunden Beinen stehen wird."
(apa/red)








