Bald Eintrittspreise für den Großglockner?
Bubendorfer will bei Alpinisten abkassieren
- Einnahmen daraus sollen an die Bergrettung gehen
- Auch Bundesforste wollen Geld für Fotoaufnahmen

Ein Eintrittsgeld in die Berge? Wenn es nach dem Salzburger Extrembergsteiger Thomas Bubendorfer geht, könnte dies schon bald Realität werden. In den "Salzburger Nachrichten" forderte er, für das Erklimmen des höchsten Gipfels der Alpenrepublik eine kostenpflichtige Genehmigung einzuführen - für die Besteigung des Mount Everest müsse man schließlich auch 15.000 Euro bezahlen.
Die Einnahmen aus diesen Gebühren würde Bubendorfer der Bergrettung zur Verfügung stellen. "Die Bergretter müssen sich oft selbst in Gefahr begeben, um Alpinisten in Notsituationen helfen zu können. Sie opfern ihre Freizeit und zahlen zum Teil auch noch ihre Ausrüstung aus der eigenen Tasche. Da kann das nur ein gerechter Ausgleich sein", so der Bergsteiger. Bereits 1988 hatte er selbst die Hilfe der Einsatzkräfte gebraucht, als er bei Werbeaufnahmen in der Liechtenstein-Klamm 20 Meter in die Tiefe gestürzt war.
Anklang fand diese Idee auch bei Bernhard Felderer vom Institut für höhere Studien, der darin Lenkungsmaßnahmen für solch überlaufene Gipfel sah. Gemeinsam mit der Einhebung der Gebühr solle man die Ausrüstung der Wanderer kontrollieren, damit nicht mehr jeder Amateur überlaufene und schwierige Gipfel besteigen könne, denen er nicht gewachsen sei, sagte Felderer. Der Großglockner-Eigentümer Alpenverein, die Naturfreunde sowie die Salzburger Tourismusgesellschaft lehnten diese Überlegungen kategorisch ab. Eine Eintrittsgebühr in die Natur werde es nie geben, so der Tenor laut der Zeitung.
In eine ähnliche Kerbe schlagen dagegen die Überlegungen der Bundesforste: Pro Drehtag in ihren Gebieten wollen sie künftig 1.200 Euro verlangen, für die Einfahrt mit einem Kfz bei Foto- oder Filmaufnahmen 35 Euro täglich. Bei Veranstaltungen bis zu 40 Personen wollen sie künftig 500 Euro pro Tag kassieren.
(apa/red)








