Exekutive stoppt illegales Autorennen:
Fünf Luxus-Rennwagen in Bayern konfisziert
- "Sehr wohlbetuchte" Fahrer reagieren mit Empörung
- Illegales Rennen von Köln über Österreich zur Adria

Ein illegales Autorennen von Köln an die Adria ist von der Polizei in Niederbayern gestoppt worden. Fünf Luxussportwagen im Wert von einer Million Euro wurden sichergestellt. Weil die aus England und Spanien kommenden, "sehr, sehr wohlbetuchten" Fahrer empört reagierten und ihre Fahrt mit Leihautos gleich fortsetzen wollten, wurden auch ihre Führerscheine kassiert.
Ein Autofahrer hatte die Polizei alarmiert, weil er auf einer Bundesstraße bei Viechtach von einem Pulk von Sportwagen mit gefährlich hoher Geschwindigkeit überholt und geschnitten worden sei. Ein Ferrari F430 Scuderia, ein Porsche 997, ein Porsche Cayenne, ein Bentley Continental GT und ein Audi R8 wurden daraufhin in Deggendorf gestoppt. Ein sechstes Fahrzeug, ein Lamborghini, war in Dresden nach einem Unfall liegengeblieben. Auch eines der sichergestellten Autos hat einen leichten Unfallschaden.
Das illegale "Club-GT-Event"-Rennen sei in Köln gestartet worden und sollte auf einer mit GPS-Navigationspunkten genau vorgeschrieben Route über Dresden und Amberg durch den Bayerischen Wald nach München, Salzburg und Wien zum Wörther See führen und auf der kroatischen Halbinsel Split an der Adria enden. Die Fahrzeuge waren mit Zweier-Teams besetzt, daneben war noch ein dreiköpfiges "Crew-Team" unterwegs, wie die Polizei erklärte.
Die Fahrer und Beifahrer hätten sehr aufgebracht reagiert, sofort ihre Rechtsanwälte verständigt und sich schließlich per Taxi in ein Münchner Luxushotel fahren lassen. Inzwischen hätten sich mehrere Zeugen gemeldet, die nach eigenen Angaben von den Rennfahrern in Bayern gefährdet worden seien, sagte Polizeisprecher Klaus Pickel. Länderübergreifende Anfragen liefen noch.
(apa/red)








