Gespräche über Atom-Stopp in Nordkorea: Sechsertreffen endet ohne Überraschungen

  • Erstes Treffen seit Beginn der Sechs-Länder-Runden
  • China optimistischer als Rice: "Große Fortschritte"

Die Sechsergespräche auf Außenministerebene über Nordkoreas Aufgabe seines Atomprogramms haben nach Angaben von US- Außenministerin Condoleezza Rice "keine Überraschungen" gebracht. Das Gespräch sei gut gewesen, sagte sie aber. Es war das erste Treffen auf dieser Ebene seit Beginn der Sechs-Länder- Gespräche vor fünf Jahren.

Der chinesische Außenminister Yang Jiechi sprach dagegen von "großen Fortschritten", ohne Einzelheiten zu nennen. Nordkoreas Außenminister Pak Ui Chun habe das Ende aller amerikanischen Restriktionen gegen Nordkorea gefordert, sagte sein Sprecher. Pak habe Bereitschaft signalisiert, dass Nordkorea seinen Verpflichtungen in dem Maße nachkommen werde wie die anderen Parteien. Die USA wollen Nordkorea im Gegenzug für die Aufgabe seines Atomprogramms von ihrer Liste der Terrorismus-Unterstützer streichen und Handelssanktionen aufheben. Bis Ende Oktober soll das Land außerdem noch ausstehende Öllieferungen und andere Wirtschaftshilfen erhalten.

An dem Gespräch nahmen neben den USA, China und Nordkorea auch Südkorea, Japan und Russland teil. Die Außenminister trafen sich am Rande einer Außenministerkonferenz der Südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN. Bei dem Gespräch ging es um die Umsetzung der Vereinbarungen, die zur Überprüfung der atomaren Abrüstung in Nordkorea getroffen wurden. Nordkorea hatte im Rahmen einer neuen Sechserrunde in Peking vor mehr als einer Woche zugestimmt, seine Atomanlagen bis Oktober komplett stillzulegen und internationale Inspektionen zuzulassen.

(apa/red)

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