Bergsteiger sitzen am Nanga Parbat fest: Schlechtes Wetter verhindert Rettungsaktion

  • "Wir trauen uns nicht, den Abstieg fortzusetzen"
  • 37-jähriger Bergsteiger gilt nach Absturz als tot

Die Bergsteiger Simon Kehrer und Walter Nones aus Südtirol und Trentino mussten weiterhin am Nanga Parbat in ihrem Zelt auf 6.600 Metern ausharren. Die Wetterlage habe sich nicht gebessert, der Abstieg sei wegen des dichten Nebels zu schwierig. Die beiden Bergsteiger müssten um mindestens 600 Meter absteigen, damit sie von einem Hubschrauber gerettet werden könnten.

"Wir hoffen auf eine Besserung der Wetterlage im Laufe des Tages ", sagte der Bergsteiger Maurizio Gallo, der sich an der Rettungsaktion beteiligt und sich per Satellitentelefon mit Nones in Verbindung setzen konnte. Gallo befand sich in einem Basislage an der Rakhiot-Wand.

"Wir trauen uns nicht, den Abstieg fortzusetzen, weil wir im dichten Nebel stecken, wir sehen nichts. Bis vor ein Paar Stunden regnete es", berichtete Nones nach Angaben italienischer Medien.

Sitzen seit Tagen im Himalaya fest
Die beiden sitzen seit Tagen im pakistanischen Himalaya fest. Der dritte Bergsteiger der Gruppe, der 37-jährige Karl Unterkircher, war auf dem Weg zum 8.125 Meter hohen Nanga Parbat in eine Gletscherspalte gestürzt und gilt als tot. Rettungskräfte hatten Kehrer und Nones gesichtet und Lebensmittel sowie Funkgeräte abgeworfen.

Der Nanga Parbat, der neunt höchste Gipfel der Erde, gilt als besonders schwer zu bezwingender Berg. 1970 war dort Günther Messner, ein Bruder des Extrembergsteigers Reinhold Messner, tödlich verunglückt. Die Gruppe aus Südtirol wollte eine neue Route auf den Gipfel erkunden.

(apa/red)

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