Barack Obama bekräftigt Irak-Strategie:
US-Truppen so rasch wie möglich abziehen

  • Gespräche mit Abdullah II. zu Palästina-Staat
  • Senator will aber keinen überstürzten Rückzug

Der US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat seine Irak-Strategie bekräftigt. Im Falle seines Wahlsiegs werde er die US-Truppen so schnell wie möglich aus dem Irak abziehen, sagte Obama in der jordanischen Hauptstadt Amman. "Die Sicherheitslage (im Irak) hat sich verbessert, aber jetzt benötigen wir eine politische Lösung." Noch vor einem Jahr sei die Situation deutlich fragiler gewesen.

Obama befindet sich derzeit auf einer außenpolitischen Wahlkampfreise und war im Irak mit Regierungschef Nuri al-Maliki zusammengetroffen. Erste Station seiner Auslandsreise war Afghanistan. Als Zeitraum für den Irak-Abzug nannte Obama 16 Monate.

"Der Schlüssel ist nun, Raum für die Aussöhnung im Irak zu schaffen", sagte Obama. Er betonte, keinen überstürzten Rückzug zu wollen. Dieser müsse mit der gebotenen Vorsicht geplant werden. Nach dem Treffen mit Al-Maliki war Obama in die von Sunniten dominierte Anbar-Provinz im Westen des Landes weitergereist. Dort diskutierte er mit dem Provinzgouverneur und lokalen Stammesführern, die sich gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida zusammengeschlossen haben.

Unabhängiges Palästina
In Jordanien wollte Obama mit König Abdullah II. zu Gesprächen zusammenkommen. Beobachter erwarteten, dass der König ihm die Erwartung der arabischen Länder erläutern werde, wonach die neue US-Regierung die Zwei-Staaten-Lösung mit einem unabhängigen Palästina verfolgen solle. Obama erklärte vor Journalisten, er werde sich im Falle seiner Wahl zum Präsidenten ab der ersten Minute seines Amtsantritts um einen Durchbruch in den israelisch-palästinensischen Verhandlungen bemühen. (apa/red)

22.7.2008 22:19
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