Zoll durchsucht Auto der Familie Schleck:
Französische Behörden fanden aber nichts
- Büro für öffentliche Gesundheit hatte Befehl erteilt
- Auch Luxemburger Pressefahrzeug wurde inspiziert

Französische Zöllner haben im Rahmen der 18. Etappe der Tour de France das Auto des Vaters der Luxemburger Radprofis Fränk und Andy Schleck durchsucht. Bei den mehrstündigen Untersuchungen wurden allerdings keine verbotenen Substanzen sichergestellt. Die gezielte Aktion gegen Johnny Schleck war auf Anweisung des französischen Büros für die öffentliche Gesundheit in Vizille durchgeführt worden.
Nach Angaben mehrerer Journalisten, die Augenzeugen der Aktion wurden, hatten die Behörden zunächst rund 30 Kilometer nach dem Etappenstart in Bourg d'Oisans ein Pressefahrzeug mit Luxemburger Kennzeichen durchsucht. Danach wurde auch der Vater der Schleck-Brüder, der als Chauffeur im Auftrag des Sponsors Skoda ebenfalls zum Tour-Tross gehört, in einem Kreisverkehr angehalten. Johnny Schleck musste daraufhin in Begleitung der Behörden und eines weiteren Fahrzeuges nach Grenoble weiterfahren.
Kein Dopingmittel gefunden
"Die Zöllner haben ihre Untersuchungen abgeschlossen. Kein Dopingmittel oder verbotene Substanz wurde gefunden. Es wurde keine Gesetzesverletzung festgestellt", erklärte die Staatsanwaltschaft von Grenoble am Nachmittag und nahm damit allen Doping-Spekulationen den Wind aus den Segeln. Dennoch seien Medikamente zur Verifizierung mitgenommen worden. "Es stellte sich aber heraus, dass dies keine verbotenen Produkte waren, sondern Medikamente zum normalen Verbrauch", sagte Staatsanwalt Raphael Grandfils.
(apa/red)








