'Unschlagbarer' Lewis bringt Ferrari in
Not: 'War wie von einem anderen Stern'
- Schumacher: ' Hat eine perfekte Leistung abgeliefert'
- Auch verpatzte Boxen-Strategie war kein Hindernis

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Nelson Piquet Jr. wird sensationeller Zweiter
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"Fantastisch", "überirdisch", "unschlagbar": Der umjubelte Lewis Hamilton hat mit seinem spektakulären Sieg auf dem Hockenheimring die Favoritenrolle im Formel-1-Titelrennen an sich gerissen und die düpierten Ferrari in Not gebracht. "Das war wie von einem anderen Stern", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nach der Demonstration seines Vorzeige-Piloten.
Die unwiderstehliche Triumphfahrt des nun alleinigen WM-Spitzenreiters nötigte auch Ferrari-Ratgeber Michael Schumacher Respekt ab. "Er hat eine perfekte Leistung abgeliefert", erklärte der Rekord-Weltmeister, dessen roter Arbeitgeber im Eiltempo den überraschend klaren Rückstand auf die Silberpfeile aufholen muss.
"Ich hatte absolut keine Idee, dass wir soviel schneller als Ferrari sein würden", meinte Hamilton verblüfft. Auch die verpatzte Boxen-Strategie des McLaren-Mercedes-Teams hatte den am ganzen Hockenheim-Wochenende dominierenden Briten auf dem Weg zum vierten Saisonerfolg nicht aufhalten können. "Lewis ist der Überholmeister", urteilte die britische Boulevardzeitung "The Sun". Der 23-Jährige hatte schon zwei Wochen zuvor bei der Regen-Gala in Silverstone die Scuderia-Rivalen weit hinter sich gelassen und damit die Trendwende im Titelkampf eingeleitet.
Massa ist beeindruckt
"Hamiltons Tempo war unschlagbar", räumte Ferrari-Pilot Felipe Massa ein. Noch hinter dem Überraschungs-Zweiten Nelson Piquet jr. im Renault musste sich der Brasilianer auf Platz drei einreihen. In der Fahrer-WM liegt Massa nun vier Punkte hinter Hamilton (58), Teamkollege Kimi Räikkönen ist nach Platz sechs in Hockenheim auf WM-Rang drei zurückgefallen (51). "Das ist definitiv keine Krise", mühte sich der Weltmeister um Gelassenheit.
Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali schlug indes Alarm: "Zum ersten Mal in dieser Saison hatten wir nicht das Tempo, das wir von uns erwarten. Wir müssen die Gründe finden, ohne uns in oberflächlichen Analysen zu verlieren", sagte er. "Wir haben einen Rückschritt gemacht", konstatierte auch Massa. Die italienische Tageszeitung "La Stampa" erkannte "einen Wendepunkt in dieser Formel-1-Meisterschaft". (apa/red)








