Bullen bestätigen Ruf als neue Torfabrik:
Nach vier Pflichtspielen bereits 18 Treffer

  • Adriaanse kritisiert Mauertaktik von Gegner Altach
  • Veilchen meistern in Linz ihre kleine Anfangskrise

Red Bull Salzburg bleibt die Torfabrik der Fußball-tipp3-Bundesliga. Der Titelfavorit thront nach dem 3:0 daheim gegen SCR Altach wieder an der Tabellenspitze und hält nach vier Saison-Pflichtspielen (dreimal Liga, einmal UEFA-Cup-Quali) bei 18 erzielten Treffern. Weit davon entfernt ist die Wiener Austria, die sich aber durch das 1:0 auswärts gegen den LASK immerhin nach der dritten Runde über den ersten Saison-Erfolg freuen durfte.

Matchwinner der Salzburger war Robin Nelisse, der Neue von den Niederländischen Antillen erzielte die Treffer zum 1:0 sowie 2:0 und bereitete das 3:0 durch Vladimir Janocko mustergültig vor. "Ich mag die Liga und ich mag Salzburg. Ich fühle mich gut", freute sich die Nummer 9 der Mozartstädter. "Nelisse kann noch viel besser spielen", stellte Adriaanse fest und begründete dies auch: "Er muss sich erst an den Kunstrasen und den typisch österreichischen Fußball gewöhnen."

Nelisse ist aktuell einer der wenigen einsatzbereiten bzw. fitten Angreifer im Salzburger Luxuskader. Denn Alexander Zickler schied am Sonntag gegen die Vorarlberger nach 35 Minuten laut erster Diagnose mit einem Muskelfasereinriss im rechten, inneren Oberschenkel aus, Marc Janko erholt sich von einer Muskelzerrung im Oberschenkel und Louis Ngwat-Mahop ist noch gesperrt.

"Typisch österreichisch"
Als "typisch österreichisch" sieht Adriaanse das defensive Mauern der Gegner. "Es ist das Recht der Mannschaften, hier in Salzburg so zu spielen, dass sie nur 0:1 oder 0:2 verlieren. Aber in den Niederlanden spielen alle Mannschaften auf Angriff, auch auswärts." Fast ironisch klang für die Altacher ein Adriaanse-Kompliment "für die ersten fünf Minuten". "Aber danach haben sie nur mehr verteidigt." Zur Form seiner Mannschaft meinte der Niederländer: "Es klappt besser und besser."

Die Austria indes überwand im vierten Saison-Spiel mit dem 1:0 in Linz gegen den LASK ihre kleine Krise. "Wir waren klar die bessere Mannschaft. Der Sieg freut mich und hat mich befreit", meinte Karl Daxbacher erleichtert. Beim ersten Saisonsieg wurde den Favoritnern die Aufgabe auch nicht allzu schwer gemacht. Die Linzer, die nach ihren Auswärtssiegen gegen Kapfenberg und Altach als leichte Favoriten in die Partie gegangen waren, enttäuschten auf allen Linien.

Umstellungen bei den Veilchen
Möglich, dass auch die Umstellungen von Trainer Daxbacher ihren Teil dazu beigetragen hatten. So ließ der noch im Vorjahr beim LASK als "Karl der Große" Verehrte in der linken Viererkette erstmals in dieser Saison Mario Majstorovic anstelle von Sun Xiang einlaufen, der Chinese rückte ins Mittelfeld vor. Majstorovic, der erstmals seit März (2:0 im Derby auswärts gegen Rapid) zum Einsatz kam und in der Vorbereitung verletzt (Muskelfaserris) gewesen war, dankte es seinem Trainer an dessen einstiger Wirkungsstätte mit dem Goldtor per Flachweitschuss. Acimovic wiederum durfte im Zentrum ran, Bazina spielte hinter der einzigen echten Spitze, Rubin Okotie, eine "hängende" Rolle. (apa/red)

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21.7.2008 12:50
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