Spanien droht eine Spieler-Abwanderung:
Clubs stehen mit Millionen in der Kreide

  • 38 Millionen Euro Spielergehälter sind ausständig
  • Probleme am Immobilienmarkt greifen auf Sport über

Nach den Angaben von Gerardo Gonzalez Movilla, Präsident der spanischen Fußballer-Gewerkschaft, schulden die Clubs der beiden spanischen Top-Ligen ihren Spielern insgesamt über 38 Millionen Euro. Die Beschwerden von Kickern wegen ausstehender Zahlungen hätten Rekord-Dimensionen angenommen.

In der vergangenen Saison hatten Spieler des Oberhaus-Clubs Levante aus diesem Grund sogar mit Streik gedroht, außerdem haben viele Zweitligisten ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten. Als Ursache für die Probleme gelten die Einbrüche am spanischen Immobilienmarkt, wodurch viele Gönner ihr Engagement zurückschraubten. So steht unter anderem Real Mallorca zum Verkauf, weil dessen Clubchef Vicenc Grande mit seiner Baufirma Insolvenz anmelden musste.

Gonzalez Movilla befürchtet nun einen Qualitätsverlust der spanischen Ligen durch die Abwanderung vieler Kicker. "Wenn das so weitergeht, werden die Spieler in andere Länder gehen und niemand will mehr herkommen", befürchtete der Gewerkschaftsboss.
(apa/red)

23.7.2008 15:40
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