Hilfspaket für US-Wirtschaft geschnürt:
Repräsentantenhaus will mit Krediten helfen
- 300 Milliarden staatliche Garantien bereit gestellt
- Absegnung durch Senat erscheint wahrscheinlich

Das US-Repräsentantenhaus hat im Kampf gegen die Folgen der Immobilienkrise ein milliardenschweres Hilfspaket gebilligt. Der umfangreiche Gesetzesentwurf sieht unter anderem vor, dass die Regierung den krisengeschüttelten US-Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac im Notfall mit Krediten zur Seite springen kann.
Zudem beinhaltet die Vorlage staatliche Garantien für Immobilienkredite in einer Höhe von bis zu 300 Milliarden US-Dollar (191 Mrd. Euro). Damit soll verschuldeten Hausbesitzern eine Umschuldung zu günstigeren Bedingungen ermöglicht werden.
Absegnung durch Senat
Der Entwurf muss noch vom US-Senat abgesegnet werden. Eine Zustimmung gilt aber als sehr wahrscheinlich. Präsident Bush hatte ursprünglich sein Veto angekündigt, will das Gesetz nun aber doch unterzeichnen. Er hatte sich zunächst dagegen gewehrt, wie im Entwurf vorgesehen Kommunen vier Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen, um von Zwangsversteigerung bedrohte Häuser aufzukaufen und wiederherzurichten.
US-Finanzminister Paulson hatte den Kongress gebeten, das staatliche Kreditvolumen für die beiden schwer angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac ihrer Art in den USA von jeweils 2,25 Milliarden Dollar "vorübergehend" zu erhöhen, um im Notfall mit staatlichen Geldern zu Hilfe zu eilen.
Kaufaktionen zur Unterstützung
Falls erforderlich, will die US Regierung auch Anteile an den Branchenführern kaufen. Zugleich sieht der am Mittwoch verabschiedete Gesetzesentwurf aber auch eine verschärfte staatliche Aufsicht über die beiden Institute vor. Nach einem dramatischen Absturz in den vergangenen Wochen erholten sich die Aktienkurse von Fannie Mae und Freddie Mac in den vergangenen Tagen deutlich.
(apa/red)








