Immer mehr Wildtiere kommen unter die Räder: VCÖ fordert Schutz für Lebensraum
- Über 101.000 Tiere von PKW und LKW "erlegt"
- Niederösterreich gefährlichstes Pflaster für Hasen

Laut aktueller Jagdstatistik der Statistik Austria kostet der Straßenverkehr immer mehr heimischen Wildtieren das Leben. Im Jagdjahr 2007/2008 kamen 101.000 Wildtiere unter die Räder. Der VCÖ weist darauf hin, dass damit um 10.000 Wildtiere mehr von Lkw und Pkw "erlegt" wurden als im Jagdjahr davor. Hasen und Rehe sind die häufigsten Opfer. Der VCÖ fordert mehr Schutz für den Lebensraum der Wildtiere.
Der Straßenverkehr wird für die heimischen Wildtiere immer gefährlicher. Allein im Jagdjahr 2007 / 2008 sind 101.400 Wildtiere von Lkw und Pkw erlegt worden, betont der VCÖ. Gegenüber dem Jahr davor sind um rund 10.000 Tiere mehr durch den Straßenverkehr ums Leben gekommen. Der VCÖ weist darauf hin, dass Hasen und Rehe am häufigsten unter die Räder kommen. Durch den Bau neuer Straßen wird der Lebensraum der Tiere zerschnitten. Der VCÖ fordert mehr Schutz für den Lebensraum der Tiere.
Mehr als 100.000 Tiere wurden erlegt
Der Lebensraum der heimischen Wildtiere wird immer häufiger von Straßen durchschnitten. Die Folge: Mehr als 100.000 (!) Tiere wurden im letzten Jagdjahr 2007/2008 von Lkw und Pkw erlegt, wie der VCÖ aufmerksam macht. "Gegenüber dem Jahr davor ist die Zahl der durch den Straßenverkehr getöteten Tiere um rund 10.000 gestiegen. Die Wildtiere brauchen mehr Schutz", stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest.
Der VCÖ macht darauf aufmerksam, dass der Lebensraum der Tiere immer stärker von Straßen zerschnitten wird. Seit dem Jahr 1991 haben die Verkehrsflächen in Österreich um rund 330 Quadratkilometer zugenommen. "Im Durchschnitt wird jeden Tag eine Fläche von 12 Fußballfeldern verbaut", verdeutlicht VCÖ-Sprecher Gratzer. Der 20 Quadratkilometer große Aktionsraum eines Feldhasen wird von mehr als 60 Kilometer Straßen durchschnitten.
Hasen die häufigsten Opfer
Der Straßenverkehr beendete das Leben von 40.919 hoppelnden Vierbeinern. Auch Rehe stehen im wahrsten Sinn des Wortes auf der "Abschussliste": 37.098 Rehe wurden tödlich von einer Motorhaube getroffen. Weiters wurden 14.413 Fasane niedergeführt. Niederösterreich ist für Wildtiere das gefährlichste Pflaster: 21.731 Hasen, 14.090 Rehe, 6.684 Fasane und 960 Füchse wurden auf Niederösterreichs Straßen von Autos und Lkw erlegt. Hoch ist die Zahl der tierischen Opfer auch im Burgenland, Oberösterreich, der Steiermark und Kärnten.
Der VCÖ fordert mehr Schutz für den Lebensraum von Wildtieren. "Den Bau vieler Straßen könnte man sich mit einer besseren Raumplanung und einer besseren Steuerung des Verkehrs ersparen . Jede neue Autobahn tritt nicht nur eine Transitlawine los, sondern zerstört auch den Lebensraum vieler Tiere", hofft VCÖ-Sprecher Gratzer für die Zukunft auf einen sorgsameren Umgang mit der Natur. VCÖ: Die meisten Opfer unter den Wildtieren sind Hasen und Rehe (Zahl der Wildtiere, die im Jagdjahr 2007/2008 unter die Räder kamen - in Klammer Veränderung zum Jagdjahr 2006/2007)
Hasen: 40.919 (plus 7.071)
Rehwild: 37.098 (plus 847)
Fasane: 14.413 (plus 2.596)
Füchse: 2.684 (plus 422)
Marder: 1.754 (plus 210)
Dachse: 1.310 (plus 112)
Rebhühner: 762 (minus 78)
Rotwild: 633 (plus 27)
(Jagdstatistik/VCÖ/red)








