Bombenleger von Istanbul sind gefasst: Behörden machen die PKK verantwortlich
- Attentat mit 17 Toten und 150 Verletzten "aufgeklärt"
- Beteiligte wurden festgenommen - PKK dementiert

Die türkischen Behörden haben kurdische Rebellen von der verbotenen Partei PKK für die zwei Bombenanschläge in Istanbul verantwortlich gemacht. Die an der Planung und Durchführung der Attentate Beteiligten seien mittlerweile gefasst, teilte Innenminister Besir Atalay mit.
Nach Angaben der halbamtlichen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi behielt ein Istanbuler Gericht acht Menschen in Untersuchungshaft, die im Zusammenhang mit den Anschlägen festgenommen worden waren. Der Staatsanwalt werfe ihnen vor, Mitglieder der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu sein. Es werde nun eine formelle Anklageschrift vorbereitet.
Damals waren in einem Arbeiterviertel Istanbuls innerhalb weniger Minuten zwei Bomben explodiert. Dabei wurden 17 Menschen getötet und rund 150 verletzt. Die Behörden hatten bereits zu erkennen gegeben, dass sie die PKK für die Anschläge verantwortlich machen. Allerdings hat sich bisher niemand dazu bekannt, und die PKK verurteilte die Tat.
Tat aufgeklärt
Noch vor der Vorführung der Verdächtigen beim Haftrichter hatte Innenminister Atalay verkündet, die Tat sei "auf der Grundlage sicherer Beweise und Erkenntnisse, die keinen Zweifel zulassen, aufgeklärt". Ein "Großteil der Täter" sei gefasst, sagte der Minister am Samstag vor Journalisten. Der Anschlag sei "das Werk der separatistischen Terrororganisation mit Blut an den Händen", sagte Atalay, ohne die PKK beim Namen zu nennen.
Nach Angaben des Ministers wird den Festgenommenen noch ein weiterer Anschlag auf einen Teegarten zur Last gelegt, bei dem Mitte Juni - ebenfalls im europäischen Teil Istanbuls - zehn Menschen verletzt worden waren.
(apa/red)








