Österreich erwartet Konjunktur-Schwäche:
IHS-Studie prognostiziert Verlangsamung
- Bis 2012 wächst Wirtschaft weniger pro Jahr als zuvor
- Phase der Hochkonjunktur ist nun endgültig vorbei

Die österreichische Wirtschaft wird im Zeitraum 2008 bis 2012 laut IHS-Prognose um durchschnittlich 2,1 Prozent pro Jahr wachsen und damit um 0,4 Prozentpunkte langsamer als in den vergangenen fünf Jahren. Auch weltweit wird sich das Wirtschaftswachstum verlangsamen - eine weltweite Rezession sei jedoch nicht zu erwarten, teilten die Experten des Instituts für Höhere Studien mit.
Der private Konsum in Österreich wird sich nach den Berechnungen des Instituts für Höhere Studien verhalten entwickeln und jährlich real um 1,6 Prozent zunehmen. Die Arbeitslosigkeit wird nach Einschätzung der IHS-Experten weiter zurückgehen, die Löhne stärker als bisher steigen, ebenso aber auch die Preise.
Abschwächung der Konjunktur
Nach der Hochkonjunkturphase der Jahre 2005 bis 2007 mit Wachstumsraten um die 3 Prozent schwächt sich die Wirtschaftsdynamik merkbar ab. In diesem Jahr beträgt das Wirtschaftswachstum laut aktueller IHS-Prognose 2,2 Prozent und fällt im nächsten Jahr unter die 2-Prozent-Marke. In den folgenden Jahren liegt das Wachstum zwischen 2 und 2,5 Prozent. Über den gesamten Prognosezeitraum hinweg sollte Österreich so schnell wie die Europäische Union (2 Prozent) wachsen, aber etwas rascher als der Euroraum (1,75 Prozent).
Seit 2004 expandierte die Weltwirtschaft äußerst kräftig, wobei insbesondere die Schwellenländer, etwa China und Indien, an wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen haben. Die weltweite Hochkonjunktur und die zunehmende Nachfrage der Schwellenländer hat aber auch einen starken Anstieg der Weltmarktpreise, insbesondere bei den Nahrungsmitteln und beim Erdöl, ausgelöst.
Inflation gestiegen
Weltweit hat die Inflation damit kräftig zugelegt. So beträgt der Verbraucherpreisanstieg im Euroraum gegenwärtig 4 Prozent und übersteigt damit den Zielwert der Europäischen Zentralbank von knapp unter 2 Prozent deutlich. Neben diesen Preisanstiegen belastet die vom US-Immobilienmarkt ausgelöste Finanzkrise die Weltwirtschaft.
Vor diesem Hintergrund verlangsamt sich das weltwirtschaftliche Wachstum. Das IHS geht aber davon aus, dass weder die Finanzkrise noch die Preisentwicklung zu einer weltweiten Rezession führen.
(apa/red)








