Australier Mitcham springt auf und davon:
Chinas Hoffnung auf alle Sprung-Titel dahin
- Turm bleibt einziger Bewerb ohne chinesisches Gold
- Englisches "Wunderkind" Daley landet auf Platz 7

China ist es quasi mit dem letzten Sprung der Pekinger "Water Cube"-Bewerbe nicht gelungen, dass erstmals seit 1952 ein Land bei Olympischen Spielen alle Wassersprung-Titel einheimst. Der Australier Matthew Mitcham entschied mit einem außergewöhnlich guten letzten Sprung sensationell das Turm-Finale der Herren für sich, nachdem die Lokalmatadore davor alle sieben anderen Bewerbe gewonnen hatten.
Scheinbar uneinholbare 32,5 Punkte hatten dem 20-Jährigen vor dem letzten der sechs Durchgänge auf den favorisierten Chinesen Zhou Luxin gefehlt. Doch der patzte und Mitcham schaffte es mit viermal der Höchstnote 10,0 bzw. 112,10 Punkten noch, um 4,8 Zähler an Zhou vorbeizuziehen. Der drittplatzierte Russe Glen Galperin blieb nur 7,35 Sekunden hinter Silber zurück. Für Huo Liang, zweiter Chinese in der Konkurrenz, blieb nur "Blech".
Viel Aufmerksamkeit hatte das Antreten des erst 14-jährigen Thomas Daley geweckt. Der Europameister von Eindhoven war sichtlich nervös, steigerte sich von Rang zwölf im Vorkampf über Platz acht im Semifinale aber auf Position sieben und bewies damit sein außergewöhnliches Können. Für sein Alter Ungewohntes hatte der Brite vor dem Finale von sich gegeben: "Ich will genießen und Erfahrung sammeln. In London 2012 werde ich sie brauchen."
(apa/red)








