Auf dem Dach alles im gras-grünen Bereich:
Sträucher, Bäume & Blumen in luftiger Höhe
- Kühlung aufgeheizter Dachgeschosse bis zu fünf Grad
- Sieht hübscher aus & verbessert auch das Stadklima

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Biologisch gesehen sind konventionelle Dächer Wüsten. Mit einer extensiven Begrünung kann jedoch ein Ausgleich geschaffen werden, der nicht nur für den Natur- und Artenschutz von großer Bedeutung ist, sondern auch ökonomische Vorteile mit sich bringt.
In technischer Hinsicht gibt es da überhaupt keine Bedenken, so der Ökologe Stephan Brenneisen von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Zürich. Etwa die Angst, dass die Pflanzen Schäden an der Abdichtung herbeiführen könnten, hat sich dank moderner Technologien zerstreut. "Die Dächer sind zu 100 Prozent dicht. Zudem enthält der Bitumenbelag, der aufgebracht wird, ein Wurzelgift, das die Pflanzen hindert nach unten zu wachsen."
Green on the top
Zwei Dinge sollte man bei der Dachbegrünung jedenfalls beachten: Wenn das Dach ein Habitat werden soll, muss die Substratschicht mindestens zehn Zentimeter, an manchen Stellen sogar 15 bis 20 Zentimeter dick sein. Nur so kann auch die gewünschte Strukturvielfalt Trockenperioden überdauern." Ein zweiter wesentlicher Punkt ist die Wahl des passenden Substrats. "Regionale Substrate mit kiessandigen Böden fördern auch lokale Arten. Sie sind den häufig verwendeten Lava-Bims-Substraten vorzuziehen", meint Brenneisen.
Der natürliche Kreislauf schließt sich
Schweizer Untersuchungen zeigen deutlich, welche Vorteile eine Dachbegrünung mit sich bringt. Von der jährlichen Niederschlagsmenge lassen sich bis zu 75 Prozent über Verdunstung und Pflanzentranspiration in den natürlichen Wasserkreislauf zurückführen. Als Folge davon kühlt die Verdunstung des gespeicherten Regenwassers die im Sommer stark aufgeheizten Dachgeschosse um drei bis fünf Grad und sorgt damit für eine Verbesserung des Stadtklimas. (pta/red)








