NEWS: Achtung Verbrechen! Jeder siebte Österreicher Opfer von Raub, Diebstahl & Co.

  • Über 10.000 Einbrüche in den letzten sechs Monaten
  • Nur 16% haben schon konkrete Maßnahmen ergriffen

Susanne K. ist erschüttert, denn nie hätte sie zuvor angenommen, selbst einmal zum Opfer eines Einbruchs zu werden. Ein Irrglaube, wie sich zeigte, denn auch in Österreich zählen diese längst zum Alltag. 56-mal täglich wurde in den ersten sechs Monaten des Jahres in Wohnungen und Einfamilienhäuser eingebrochen.

Damit ist die Gesamtzahl von 10.285 Einbrüchen bis Ende Juni des Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent zurückgegangen. Doch auch wenn das Innenministerium auf eine positive Statistik verweist – ob das zugleich bedeutet, dass die Kriminalität im Sinken begriffen ist, wird von Experten bezweifelt. Denn jeder Siebtewurde schon einmal Opfer eines Einbruchs oder Diebstahls – jeder Dritte kennt ein Verbrechensopfer persönlich.

Nur 16 Prozent schützen sich
Eine mögliche Erklärung für die Diskrepanz zwischen Statistik und dem tatsächlichen Empfinden der Bevölkerung liefert Peter Jedelsky, Leiter des kriminalpolizeilichen Beratungsdienstes in Wien: „Wenn man selbst schon Opfer eines Einbruchs oder Diebstahls geworden ist, nimmt man die Kriminalitätslage gänzlich anders wahr – und ist auch sensibler, was die Prävention betrifft.“ Der Kriminalist weiß aus seinem Alltag zu berichten, dass die Bereitschaft zur Verbrechensprävention durchaus vorhanden ist – auch wenn nur rund 16 Prozent der Österreicher bereits konkrete Maßnahmen ergriffen haben, um sich vor ungebetenen Besuchern oder Dieben zu schützen.

Im Schnitt 10.000 Euro Schaden
Immerhin: Jeder Zweite denkt generell darüber nach, Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Und, was positiv ist: „90 Prozent der Österreicher haben eine Haushalts- oder Eigenheimversicherung abgeschlossen. Das ist sehr zu empfehlen. Denn: Der Schaden bei einem Einbruch liegt durchschnittlich bei 10.000 Euro“, so Wolfgang Reisinger von der Wiener Städtischen Versicherung. Die Versicherer würden sich wünschen, dass ihre Kunden mehr in Vorsorge und Sicherungsmaßnahmen investierten. "Denn bei einem Einbruch verliert man auch nicht ersetzbare ideelle Werte, wie etwa vererbten Familienschmuck", weiß Uniqa-Vorstand Peter Michael Lackner, „und, was oft noch schlimmer ist: Das individuelle Sicherheitsempfinden geht verloren.“

Dass dem so ist, kann auch Peter V. nur bestätigen, denn er musste sich bereits mehrmals mit dem Verlust seines Eigentums abfinden. In den vergangenen 14 Monaten wurde in den Geländewagen des Selbständigen gleich dreimal eingebrochen – immer tagsüber und einmal sogar direkt vor einer Polizeiwache. Das Diebesgut: ein Laptop, eine teure Tauchausrüstung, zwei iPods sowie Navigationsgeräte. Gesamtschaden: 6.000 Euro. „Man hat ein unsicheres Gefühl, wenn es immer wieder passiert. Da kann die Statistik noch so oft sagen, dass die Delikte zurückgehen“, empört sich Peter V.

Den kompletten Beitrag können Sie im NEWS 35/08 nachlesen!

27.8.2008 18:07
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