"Umfassende Krise": Klimawandel bedroht die Entwicklungsziele der Menscheheit

  • Ban: Erwärmung längst nicht mehr nur ein Phänomen
  • Industriestaaten sollen nun Verantwortung zeigen

Die globale Erwärmung "hat sich zu einer umfassenden Krise entwickelt, die weite Bereiche menschlicher Bemühungen gefährdet." Nach Einschätzung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bedroht der Klimawandel die gemeinsam vereinbarten Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Bei einer Feier zum 20-jährigen Bestehen des Weltklimarats sagte Ban, die globale Erwärmung sei längst nicht mehr nur ein Phänomen.

Ban appellierte an die Industriestaaten, Führungsverantwortung zu zeigen und sich verbindlich auf einen nachhaltigen Abbau der Treibhausgase zu verpflichten. Zugleich müssten jedoch auch die Entwicklungsländer ihren Beitrag leisten, forderte er laut im Voraus verbreitetem Redetext. Der Weltklimarat in Genf gilt als wichtigstes Gremium für die wissenschaftliche Bewertung des Klimawandels. Im vergangenen Jahr war er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

Ban Ki Moon hofft, dass der künftige Präsident der USA in der Klimapolitik größere Führungsqualitäten zeigt als der derzeitige Amtsinhaber George W. Bush. Bei Diskussionen über den Kampf gegen die Klimaerwärmung spielten die USA zwar eine wichtige Rolle auf der Weltbühne. Allerdings habe Washington nicht genug unternommen, wenn man berücksichtige, dass die USA der größte Produzent von Treibhausgasen seien.

Sowohl Barack Obama als auch John McCain seien möglicherweise in einer besseren Position als Bush, die Welt in Sachen Klimawandel zu führen, sagte der UNO-Chef.

(apa/red)

31.8.2008 19:03
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