Der Film der Woche: 'Wanted'
- Wenig Story, aber viel Action mit Angelina Jolie

Wanted. Wenig Story, aber viel Action: Angelina Jolie nimmt als beste Killerin der Welt James McAvoy in die mörderische Schule.
Wesley (James McAvoy) ist ein Loser wie aus dem Handbuch für Totalversager: Seine Freundin betrügt ihn mit seinem einzigen Freund, ein Monster von Chefin macht den Account-Manager (ein mieser Job!) andauernd zur Sau, wenn er seinen Namen googelt, gibts keinen einzigen Eintrag, er ist pleite und leidet übedies an regelmäßigen Panikattacken. Sonst noch was? Ach ja eines Tages, mitten in der schönsten Depression, gerät er in einem Supermarkt in eine irre Schießerei. Eine megascharfe Amazone namens Fox (Angelina Jolie) beschützt ihn vor einem Typen namens Cross (Thomas Kretschmann), der seinen Vater von dem er seit 25 Jahren nichts mehr gehört hat gekillt haben soll.
In einer unglaublichen Verfolgungsjagd können sie entkommen, und sie bringt ihn zur Bruderschaft, einer textilerzeugenden Geheimsekte, die seit 1.000 Jahren direkt vom Schicksal Namen von Personen in ihre Stoffe gewebt bekommt, die im Sinne einer ausgewogenen Zukunft der Menschheit ausgeknipst werden müssen. Oberbruder Sloan (Morgan Freeman) eröffnet Wesley, wer er wirklich ist: ein Auserwählter mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die ihm nützen werden, für die Bruderschaft zu arbeiten und seinen Vater zu rächen. Und so beginnt eine Ausbildung, in der Wesley mehr Blut spuckt als Rocky in sechs Filmen. Und schon bald nach den ersten mörderischen Aufträgen wird ihm klar: Irgendwas läuft mit dieser Bruderschaft und deren Erzfeind Cross auch nicht ganz koscher
Laut & schnell. Hirn aus, Augen und Ohren an: Wer damit kein Problem hat, dass Regisseur Ti-mur Bekmambetov (Wächter der Nacht) und seine Drehbuchautoren schon zu Beginn von Wanted störende Faktoren wie Logik, physikalische, biologische und medizinische Gesetze samt lästiger Sinnfragen gnadenlos killen und die wüst aus Matrix-, Star-Wars- und James_Bond-Versatzstücken zusammengeklaute Räuberpistole in den barrierefreien Raum hineinfeuert der wird auch Spaß haben können. Denn die Action, die Ballereien und die Splatter-Elemente (ohne ironisches Korrektiv) sind State of the Art und füllen all die Das meinen die jetzt aber nicht wirklich ernst, oder?-Löcher, die sich immer wieder auftun, ganz gut aus. McAvoy macht seine Sache ordentlich, Jolie ist sexy, aber ziemlich mager und Morgan Freeman souverän wie immer. Ach ja, und der österreichische Red-Bull-Konkurrent Power Horse hat es geschafft, das fetteste Product Placement der letzten Jahre in so einem Film zu ergattern.
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