Küchenmagie auf roter Erde: Urlaubsziel Istrien als kulinarisches Schlaraffenland
- NEWS: Christoph Wagnes Genuss-Tipp in Istrien
- Auch im herbst begeistert die istrische Meeresküche

Istrien, auch "Terra magica" genannt, besitzt über 500 Kirchen, aber noch wesentlich mehr Küchen. An Köstlichkeiten, um hier zwischen Schwimmen und Segeln einen auch kulinarisch anregenden Urlaub zu verbringen, mangelt es wahrlich nicht.
Selbstverständlich steht zunächst die Fischküche im Mittelpunkt, und das ist auf gut Istrisch fast gleichbedeutend mit einem Ausflug nach Novigrad. Hier hat die Konoba "Damir e Ornela" fast schon Kultstatus erlangt, weil der Hausherr sich, neuerdings unterstützt von seiner geschickten Tochter Mattea, mit der Perfektion eines Sushimeisters aus Nippon auf die Zubereitung von fangfrischem Rohfisch à la Méditerranée (also nur mit Olivenöl und Meersalz) versteht.
Klassische istrische Meeresküche
Ebenfalls in der romantischen Küstenstadt liegt die Konoba "Cok", in der Sergio "Cok" Jugovac neben köstlichem Meeresgetier auch einen der besten istrischen Rohschinken (Prsut) auf den Teller bringt. Im Süden Istriens findet man schließlich in der Hafenstadt Pula den Klassiker der istrischen Meeresküche, das "Milan", das dank Küchenchefin Loretta Matic allerdings nicht minder für seine Mehlspeisküche berühmt ist.
Geheimtipps im Hinterland
Wahre Istrien-Schmecker streben jedoch von der Küste stets auch ins Hinterland, das sich, ob von schwarzer oder roter Erde bedeckt, in jedem Fall als höchst lukullisches Terrain erweist. Auf halbem Weg zwischen Novigrad und dem Buje hat sich beispielsweise das mittelalterliche Städtchen Brtonigla längst einen Namen als Feinschmeckertreffpunkt gemacht. Alteingesessen ist etwa das "Astarea", die wahrlich urige Konoba von Alma und Anton Kernjus, die hier die Kunst des "Peka" genannten Glockengrills unter der "Feuerhaube" anhand so unterschiedlicher Köstlichkeiten wie Kalbsstelzen, Lammschulter oder ganzen Fischen praktizieren.
Istrische Fleischeslust
Noch ist zwar nicht die Zeit der Wildvögel, aber die Ortschaft mit dem sprechenden Namen Fazana hat mit dem Restaurant "Alla Beccaccia" auch außerhalb der Saison einiges zu bieten, z. B. das vielleicht beste Bistecca alla Fiorentina Istriens vom Holzkohlengrill. Hier ist auch die Heimat des Boskarin, jener typischen istrischen Rinderart, die nicht nur malerisch anzusehen ist, sondern auch köstlich mundet. Im unweit von Labin in Nedescina gelegenen "Pineta" versteht man daraus ein köstliches Gulasch zu bereiten. Und auch im Landhotel "Filipini" im Hinterland von Porec schmort das Boskarin im Ofen, wenn der jagende Hausherr nicht gerade Schnepfen oder Wild erbeutet hat.
Den gesamten Bericht lesen Sie im aktuellen NEWS 36/2008









