Hongkongs Demokraten behaupten sich:
Nur leichte Verluste für kritische Parteien
- Demokraten halten 23 der 30 wählbaren Mandate
- Weitere 30 Sitze nach dem Willen Pekings bestimmt

Die demokratischen Parteien haben bei der Parlamentswahl in der chinesischen Wirtschaftsmetropole Hongkong trotz Verlusten ihr Vetorecht gehalten. Bei der vierten Parlamentswahl seit dem Ende der britischen Kolonialherrschaft vor elf Jahren waren 30 Mandate in der Gesetzgebenden Versammlung der chinesischen Sonderverwaltungszone neu zu besetzen. Laut amtlichem Endergebnis gewannen die chinakritischen Parteien mindestens 23 der 30 Sitze. Zuletzt hatten sie 25 Sitze.
Weitere 30 Sitze, von denen 14 nicht zur Neubesetzung anstanden, werden von Interessengruppen bestimmt, die sich zumeist für Kandidaten entscheiden, die die Zentralregierung in Peking unterstützen. Wahlberechtigt waren rund 3,4 Millionen Einwohner. Die Wahlbeteiligung fiel mit rund 40 Prozent auf den niedrigsten Wert seit zehn Jahren zurück.
Die einstige britische Kronkolonie gehört seit 1997 als Sonderverwaltungszone zu China. Nach jahrelanger Kontroverse über die politische Verfassung des Territoriums wurde im vergangenen Jahr vereinbart, dass ab 2020 alle Abgeordneten freigewählt werden sollen. Bereits ab 2017 soll der Verwaltungschef für Hongkong nicht mehr von der Regierung in Peking ernannt, sondern ebenfalls gewählt werden.
(apa/red)








