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PRÖLL: Durchbruch bei Klimaschutz erzielt - Ausstieg aus Ölheizungen eingeleitet

  • Einigung bei Wohnbauförderung und Bauordnungen
  • Strenge Kriterien bei Neubau und Sanierung

„Trotz des Nationalratswahlkampfs laufen die Arbeiten im Umweltministerium weiter. Nach letzten politischen Gesprächen können wir [...] die Einigung über die weitere Ökologisierung der Wohnbauförderung mit den Ländern präsentieren“, freut sich Umweltminister Pröll.

Im Rahmen einer Vereinbarung über Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen im Gebäudesektor wurden weitere wichtige Schritte zur Einsparung von CO2 im Bereich des Wohnbaus gesetzt. Alle Länder stimmten den Verhandlungsergebnissen zu.

Pröll: „Das ist ein Durchbruch für den Klimaschutz, denn die Raumwärme ist einer der kritischsten Sektoren bei den Treibhausgas-Emissionen. Energieeffizienz- und CO2-Einsparungspotenziale zu nutzen ist im modernen, sozialen Wohnbau ein Muss. Nur so können wir eine deutliche Reduktion der Emissionen bei der Raumwärme erzielen und bieten den Menschen darüber hinaus eine echte Hilfe gegen die Teuerung bei Energie an“, betonte Umweltminister Pröll.

Für die Auszahlung der Wohnbaufördergelder durch die Länder gelten künftig neue Kriterien, die ab 2009 einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der österreichischen Klimaziele leisten werden. Beim Neubau müssen Häuser, die Wohnbaufördermittel erhalten, ab 2012 sehr ambitionierte Wärmeschutzstandards einhalten: 36 kWh/m2 pro Jahr für ein Einfamilienhaus, bzw. 20 kWh/m2 pro Jahr im mehrgeschossigen Wohnbau.

Zusätzlich konnte man sich auf den Einsatz innovativer klimarelevanter Heizungs- und Warmwassersysteme als Förderungsvoraussetzung (insbesondere Erneuerbare Energien, KWK-Fernwärme) einigen. In der Neubauförderung wird es nach einer für die Länder flexiblen Übergangsfrist zum Ausstieg aus der Ölheizung kommen. Das bedeutet, mit Öl beheizte neue Gebäude erhalten zukünftig keine Wohnbaufördermittel mehr.

22.9.2008 10:57
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