CO2-Ausstoß steigt weltweit rapide an:
Pessimistische Prognosen sogar übertroffen
- Größter Klimasünder ist China, gefolgt von der USA
- Entwicklungsländer überholten die Industriestaaten

Der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid hat im vergangenen Jahr um drei Prozent zugenommen. Damit wurden die pessimistischsten Prognosen des Weltklimarats IPCC übertroffen. Die Fähigkeit von Wäldern und Ozeanen, Kohlendioxid zu absorbieren, ist dagegen geringer als noch im 20. Jahrhundert. Größter Klimasünder war nach Angaben des Global Carbon Projects (GCP) China, gefolgt von den USA.
Während mehrere Industriestaaten, darunter Deutschland, ihren CO2-Ausstoß 2007 drosseln konnten, stieg er in den USA um zwei Prozent. In Dänemark ging er um acht Prozent zurück, in Deutschland und Großbritannien um drei Prozent, in Frankreich und Australien um zwei Prozent. Erhebliche Zuwachsraten in China, Indien und anderen Schwellenländern ließen den Ausstoß des klimaschädlichen Gases aber auf den Rekordwert von 8,47 Milliarden Tonnen steigen.
1,8 Milliarden Tonnen Kohlendioxid allein in China
Von wissenschaftlichen Instituten in den USA, Großbritannien und Australien veröffentlichte Zahlen zeigen, dass die zusätzlichen Emissionen in China mehr als die Hälfte des weltweiten Anstiegs ausmachten. Laut den Daten des Ölkonzerns BP wurden in China 2007 insgesamt 1,8 Milliarden Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen, 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Schwellen- und Entwicklungsländer wie China und Indien, die laut dem Klimaabkommen von Kyoto aus dem Jahr 1997 ihren Ausstoß klimaschädlicher Gase nicht senken müssen, sind inzwischen für 53 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Sie überholten die Industriestaaten 2005, wie eine neue Auswertung älterer Zahlen ergab. Indien sei dabei, Russland auf Rang drei abzulösen, erklärten Experten. Die Werte in Indonesien stiegen rasant an.
(apa/red)








