Gefährliche Billigreifen kommen aus China:
Sicherheitsrisko durch Reifen aus dem Netz
- Es gibt signifikante Unterschiede beim Verbrauch
- TEST: Winterreifen haben sich ordentlich verbremst

Rechtzeitig zum Beginn der Wintersaison hat das Testmagazin "Konsument" im Rahmen eines internationalen Gemeinschaftstests 40 Winterreifen für Kleinwagen (175/60 R 14T) und für die Kompakt- bzw. Mittelkasse (195/65 R 15T) getestet. Es zeigt sich ein besorgniserregender Trend: Chinesische Reifen, die derzeit vor allem über das Internet auf den europäischen Markt drängen, stellen ein handfestes Sicherheitsrisiko dar.
Während die chinesischen Modelle auf Eis und Schnee bei Verbrauchsverhalten und Verschleiß noch einigermaßen mit der europäischen Konkurrenz mithalten können, stürzen sie beim Bremsen auf nasser und trockener Fahrbahn total ab. "Diese Testergebnisse sind beängstigend und weit von dem entfernt, was eigentlich bereits europäischer Standard ist", kritisiert "Konsument"-Redakteur Peter Blazek.
Auch beim Gehalt an polyzyklischen Kohlenwasserstoffen (PAK) ist ein chinesisches Modell negativer Spitzenreiter: Mit fast 60 Milligramm pro Kilogramm ist der PAK-Gehalt des "Wanli" etwa zehn Mal so hoch wie beim Durchschnitt der getesten Reifen. Aber auch am anderen Ende der Skala führt ein chinesisches Produkt: Der "Nankang" ist mit 0,844 Milligramm pro Kilogramm der Reifen mit dem geringsten PAK-Gehalt im Test.
Verbesserung auf nasser Fahrbahn
Viele Reifenhersteller haben die Eigenschaften auf nasser Fahrbahn (auch im Winter besonders wichtig) verbessert. Der Test zeigt weiters, dass Ganzjahresreifen keine ideale Kompromisslösung sind, alles in allem schnitten sie nur "durchschnittlich" ab.
In Zeiten ständig steigender Kraftstoffpreise besonders interessant: Der Mehrverbrauch kann bei einem Reifen mit hohem Rollwiderstand bis zu 15 Prozent gegenüber jenem Reifen betragen, der im Verbrauch am besten abschneidet. (ots/red)








