Präsident Bush beruhigt US-Steuerzahler:
700 Mrd. Dollar werden "zurückkommen"

  • Schneller Anstieg unterbewerteter Anlagen erhofft
  • Rettungspaket soll auch höhere Deckung garantieren

Die amerikanischen Steuerzahler werden nach Worten von US-Präsident Bush letzlich nicht für den 700 Mrd. Dollar schweren Rettungsplan für die Finanzwirtschaft aufkommen müssen. "Viele der Anlagen, die die Regierung jetzt kaufen wird, sind deutlich unterbewertet", sagte Bush. Mit der Zeit würden die Preise dafür wieder steigen, so dass man einen großen Teil der Summe zurückbekommen werde.

Nach langem Ringen hatte auch das US-Repräsentantenhaus dem Rettungsplan für den amerikanischen Finanzsektor zugestimmt. Da der Senat das Paket schon zuvor befürwortet hatte, konnte Bush kurz darauf das Gesetz unterschreiben. Mit dem Finanzpaket soll der eingefrorene Kreditfluss der finanziell schwer angeschlagenen US-Banken wieder in Gang gesetzt werden soll. Bush warnte allerdings vor den weiter bestehenden "ernsten Herausforderungen" für die Wirtschaft.

Rettungspaket garantiert höhere Deckung
Das Rettungspaket werde auch die persönlichen Finanzen der Amerikaner sicherer machen, versprach der Präsident in seiner Ansprache. Künftig werden Einlagen bei Banken und anderen Finanzinstituten nicht mehr wie bisher nur bis zu 100.000 Dollar sondern bis zu 250.000 Dollar von der staatlichen Versicherung FDIC gesichert.

Das Finanzpaket ermögliche auch das Wiedererstarken der US-Wirtschaft, betonte Bush. Angesichts wachsender Arbeitslosenzahlen sei es auch wichtig, Arbeitnehmer und Geschäftsleute zu entlasten. Deswegen beinhalte das Finanzpaket auch Steuererleichterungen insbesondere für die Gewinne schreibenden sowie für kleine Betriebe. (apa/red)

4.10.2008 16:53
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