Datenmasse braucht gutes Management:
KMUs zeigen große Investitionsbereitschaft

  • Verdoppelung des Datenzuwachses in zehn Jahren
  • Boomender Storagemarkt erweist sich krisenresistent

Sicherung und Zugriff auf Daten gehören vor allem für KMUs zu den wichtigen Kernbereichen. Karmasin Motivforschung ortet für Archivierungs- und Datenmanagement-Lösungen hohe Investitionsbereitschaft im Markt, beim Mittelstand (85 Prozent) noch deutlich mehr als bei Kleinbetrieben (72 Prozent). Virtualisierung ist dabei das neue Schlagwort.

Im Auftrag von Hitachi Data Systems Österreich befragte die Karmasin Motivforschung 200 heimische Klein- und Mittelbetriebe (KMU) zur Einschätzung und zum eigenen Umgang mit dem immer rasanteren Datenanstieg - heute und in den nächsten drei Jahren. Während internationale Untersuchungen teilweise eine Verzehnfachung des Datenaufkommens in den nächsten fünf Jahren sehen, äußert sich die österreichische Wirtschaft etwas vorsichtiger in ihren Prognosen. Dennoch erwarten immerhin 67 Prozent der befragten Unternehmen eine Verdoppelung des Datenzuwachses in den nächsten 3 Jahren, 25 Prozent sprechen sogar von einer Verdreifachung oder darüber hinaus. Zwischen kleineren und mittleren Unternehmen werden unterschiedliche Einschätzungen deutlich: während 31 Prozent des Mittelstands von einer Verdreifachung des Datenzuwachses oder mehr ausgehen, sind dies unter den Kleinunternehmen nur 19 Prozent.

Storagemarkt bleibt krisenresistent
"Der Storagemarkt ist eine Wachstumsstory und hat sich als solcher auch in turbulenten Zeiten wie etwa beim Platzen der Internet Bubble als krisenfest erwiesen. Unabhängig davon, wie die derzeitige Finanzkrise ausgeht, das Datenwachstum wird in Summe nicht aufzuhalten sein. Jene Unternehmen, die schon heute in intelligente Storage- und Wissensmanagement-Lösungen investieren, werden morgen mit der Datenflut professionell umgehen und Wettbewerbsvorteile lukrieren können", erklärt Horst Heftberger, Country Manager Hitachi Data Systems Österreich.

In Summe gehen die befragten KMU davon aus, dass alle Bereiche - E-Mails, Bild- und Videodaten, Kunden- und Adressdaten, Finanzen und firmeninterne Themen - zunehmen werden. Vor allem im Bereich E-Mails werden die Daten nach Unternehmenseinschätzung verstärkt zunehmen und professionelles Management erfordern (54 Prozent "sehr stark Seite 4 von 5 zunehmen"). Auf Platz zwei folgen Bild- und Videodaten (30% "stark zunehmen") sowie Kundendaten/Kundenhistorien (29% "sehr stark zunehmen").

Geplante Investitionen
Geplante Investitionen innerhalb der nächsten drei Jahre sollen zu einer relativen Mehrheit in Backup-Lösungen gehen (39 Prozent), aber auch in ein revisionssicheres Archiv, in die Virtualisierung von Speicher-Kapazitäten und in die Konsolidierung der Infrastruktur (je 28 Prozent) soll investiert werden.

"Eine sehr unterschiedliche Investitionsplanung in den nächsten drei Jahren zeigt sich bei Trennung der befragten Unternehmen nach Größe: Mittlere Unternehmen zeigen mit 85 Prozent eine wesentlich höhere Investitionsbereitschaft als Kleinbetriebe mit 72 Prozent. Viel wichtiger erscheint mir aber das Signal, dass insgesamt die überwiegende Mehrheit der Unternehmen die Bedeutung dieser wettbewerbsrelevanten Technologien erkannt hat und investieren will", meint Dr. Sophie Karmasin, Leiterin Karmasin Motivforschung.

Die geplante Höhe der Investitionen liegt für 36 Prozent der befragten Unternehmen zwischen 10.000 und 50.000 Euro. Ein knappes Viertel (24 Prozent) plant sogar mehr als 50.000 Euro zu investieren. Insbesondere der Mittelstand nimmt für die verstärkte Investitionsplanung mehr Geld in die Hand: während "nur" 10 Prozent der kleineren Unternehmen mehr als 50.000 Euro an Investitionen planen, sind dies bei den mittleren Betrieben 38 Prozent.

Beitrag zu Unternehmenserfolg
Der Beitrag von Wissensmanagement zum Unternehmenserfolg wird von 61 Prozent aller befragten Unternehmen als (sehr) hoch eingestuft (mean=2.3). Höher ist dieser bei Unternehmen, die zentrales Datenmanagement betreiben (mean=2.1) und bei kleineren Unternehmen (20-49 PC-Plätze: mean=2.2). Größere Unternehmen stufen diesen geringfügig schlechter ein (mean=2.4). Insgesamt ist Wissensmanagement für 79 Prozent der befragten Unternehmen (sehr) wichtig. Dies ist unabhängig von der Unternehmensgröße. Hauptgründe dafür sind wiederum vor allem der Beitrag zum Unternehmenserfolg (78 Prozent derer, die Note 1-3 vergeben), die Sicherung des Unternehmens-Know-hows (67Prozent), die Absicherung gegen menschliches Versagen (53 Prozent) und weil es flexible Reaktionen ermöglicht (51 Prozent).

"Der strukturierten Übermittlung von elektronischen Daten wie zum Beispiel Bestellungen und vor allem Rechnungen kommt immer mehr Bedeutung zu. Denn kostenbewusste Unternehmen verlangen E-Rechnungen im Format, das ihre Buchhaltung versteht und verbuchen diese automatisch - ohne Abtippen. Die Sicherheit darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Noch 2008 wird die WKÖ ein System für den elektronischen Einschreibbrief mit Rückbestätigung für jedermann vorstellen, so haben E-Rechnungs-Spammails künftig keine Chance", erklärt Dr. Gerhard Laga, Leiter des E-Center der WKÖ.
(pts/red)

2.10.2008 10:02
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