Gigantischer Daten-Diebstahl bei T-Mobile: Auch Prominente wie Jauch unter Opfern
- 17 Millionen Kundendaten der Mobilfunksparte geklaut
- Grüne und Linke fordern Vorratsdatenspeicher-Stopp

Bei der Deutschen Telekom hat sich ein Datenklau ungeheuren Ausmaßes ereignet: Mehr als 17 Millionen Kundendaten mit privaten Angaben wie Adressen, Geburtsdaten und Handy-Nummern wurden in der Mobilfunksparte T-Mobile gestohlen. Davon seien auch Prominente betroffen, räumte das Unternehmen ein.
Der Sprecher bestätigte einen Bericht des "Spiegel". Das Magazin berichtete, auch Prominente wie Günther Jauch und Hape Kerkeling sowie Minister, Wirtschaftsführer und Milliardäre seien unter den Opfern. Dazu wollte man sich seitens T-Mobile nicht äußern.
"Extrem kriminelle Energie"
"Wir sind bestohlen worden mit einer extrem kriminellen Energie." Die Staatsanwaltschaft sei bereits im Frühjahr 2006 eingeschaltet worden, auch die Regierung sei informiert. Nach Erkenntnissen der Telekom seien die Daten inzwischen in vollem Umfang wieder sichergestellt. Es gebe keine Hinweise, dass sie verkauft worden seien.
"Nach unseren Erkenntnissen wurden die Daten am Schwarzmarkt angeboten, es hat aber keine Abnehmer bisher gegeben", hob der Telekom-Sprecher weiter hervor. Das Unternehmen habe nach dem Datenklau die Sicherheitsstandards noch einmal verschärft und unter anderem die Zugriffsrechte auf Datenbanken eingeschränkt.
Grüne und Linke fordern Konsequenzen
Deutsche Politiker von Grünen und Linkspartei haben gesetzliche Konsequenzen gefordert. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, forderte nach dem Diebstahl von 17 Millionen Datensätzen von Mobilfunkkunden einen Stopp der Vorratsdatenspeicherung.
"Die Daten der Bürgerinnen und Bürger sind bei der Deutschen Telekom nicht sicher", erklärte er zur Begründung. Wer wie die Große Koalition die Telekommunikationsunternehmen verpflichte, noch mehr Daten auf Vorrat zu speichern, als diese zur Abwicklung der Telekommunikationsdienstleistungen unbedingt benötigten, mache den Bock zum Gärtner. "Datenarmut ist der beste Datenschutz", hob Beck hervor. (apa/red)









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