Fuchs soll die Färöer in die Zange nehmen:
Neo-Bochumer erarbeitete sich Stammplatz

  • Außenverteidiger will für Druck nach vorne sorgen
  • Prödl hat bei Werder Bremen seine Schwierigkeiten

Er hat sich einen Fixplatz erspielt - im österreichischen Fußball-Nationalteam wie auch beim VfL Bochum. Während ihn ÖFB-Teamchef Karel Brückner zuletzt stets links im Mittelfeld aufgeboten hatte, vermochte Christian Fuchs bei seinem Club in der deutschen Bundesliga links in der Viererkette zu überzeugen. Eine Option, die auch für das WM-Qualifikationsspiel auf den Färöern möglich scheint.

Brückner hat bereits angekündigt, auf bis zu drei Stürmer setzen zu wollen. Zudem könnte Fuchs als Außenverteidiger viel für die Offensive tun. "Ich bevorzuge eigentlich keine der beiden Positionen. Ich spiele dort, wo mich der Trainer aufstellt", versicherte der 22-jährige Niederösterreicher. Und dort gibt er alles. Interne ÖFB-Analysen haben ergeben, dass der Flügelspieler pro Spiel regelmäßig die meisten Kilometer zurücklegt.

Druck nach vorne
"Es war immer schon eine Stärke von mir, von der ersten bis zur letzten Minute alles zu geben", erklärte Fuchs, der nach der EURO 2008 für knapp eine Million Euro aus Mattersburg nach Bochum gewechselt war. Als "Laufwunder" bezeichnet sich der Neo-Legionär zwar nicht gerne. "Aber ich versuche immer, Druck nach vorne zu entwickeln - egal wo ich spiele. Das gelingt mir in Deutschland, also warum sollte es mir im Team nicht gelingen?"

21 Länderspiele hat Fuchs mittlerweile absolviert, im 22. müssen drei Punkte her. "Die sind genauso viel wert wie die drei gegen Frankreich", rechnet der Außenspieler, der am Wochenende mit Bochum einen Achtungserfolg eingefahren hat - 3:3 bei Meister Bayern München. Der Österreicher hatte dabei vom Fachmagazin "kicker" die ordentliche Note "3" erhalten. In der Tabelle liegen die Bochumer nach sieben Runden auf Rang 14.

Achterbahn der Gefühle für Prödl
Eine Achterbahn der Gefühle hat dagegen Sebastian Prödl bei Werder Bremen erlebt. Der Innenverteidiger war wegen diverser Verletzungen und Sperren bei den Hanseaten zu "mehr Einsätzen als erwartet" gekommen - 5:2 gegen Bayern, 5:4 gegen Hoffenheim, in der Champions League ein 1:1 bei Inter Mailand. Doch in Stuttgart setzte es zuletzt ein bitteres 1:4, an dem Prödl nicht unbeteiligt war.

"Das war wirklich ein schlechtes Spiel", gestand der 21-jährige Grazer, der in seinen bisher drei Monaten in Deutschland auch gelernt hat, mit Kritik umzugehen. Volle Konzentration gilt nun ohnehin den Färöern. "Wir müssen viel Geduld aufbringen", meinte Prödl. "Ein schnelles Tor wäre extrem wichtig. Aber auch, wenn wir das nicht machen, müssen wir ruhigbleiben."
(apa/red)

8.10.2008 16:47
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