Nörgeln & quengeln. Was
kann die Opposition sonst?

  • Atha Athanasiadis, NEWS-Chefredakteur
  • Neue Regierung: Schreiben Sie uns ihre Meinung!

Seit der Wahl waren sie im Winterschlaf. Jetzt sind Grüne, FPÖ und BZÖ wieder da. Negativ wie nie.

Na, da war sie ganz aufgeregt, die Frau Glawischnig. So echauffiert, dass die Grünen-Chefin gleich ins Kärntnerische fallen musste. Am Montagabend beim „Runden Tisch“ des ORF. Die Regierung war gebildet. Die große Koaliton unter Dach und Fach; und die werte Opposition nutzte das, um ihren Winterschlaf zu unterbrechen. Und so polterten sie. Die Eva. Der HC und der Herbert. Sie schimpften. Hörten nicht zu. Unterbrachen. Ich fand das zuerst lustig und dann unhöflich, und zuletzt dachte ich mir: "Genug. Ich geh jetzt schlafen."

Am Tag danach meldete sich ein Herr Steinhauser zu Wort – der ist Justizsprecher der Grünen und bislang durch parlamentarische Anfragen à la „Obst- und Gemüseinkäufe im Strafvollzug“ zu Recht nicht aufgefallen – und moserte gegen Neo-Justizministerin Bandion-Ortner. Ich saß da, las die aktuellen Wirtschaftsprognosen und dass in Wien ein neuer Sozial-Supermarkt eröffnet.

Ich dachte an den Herrn Steinhauser. Die Frau Eva. Den Herrn HC; und überlegte, wie gut sie es haben. Mit ihren sicheren, gut bezahlten Jobs. Gewählt, um was Positives für das Land zu tun. Ich meine: Warum
sind die schon wieder einfach nur dagegen? Warum geben die nicht einfach mal dem Duo Faymann/Pröll eine Chance? Ich hatte bei den TV-Auftritten von Neo-Sozialminister Hundstorfer und Neo-Wirtschaftsminister Mitterlehner erstmals das Gefühl, dass zumindest diese zwei wirklich etwas bewegen wollen. Jobs schaffen wollen. Der Krise entgegenarbeiten wollen.

Ja. Die Mehrheit der Wähler ist frustriert. Zu Recht. Aber ich finde, wir sollten der neuen Regierung zumindest die berühmten 100 Tage geben. Weil – ganz ehrlich – diese Opposition, die seit 28. September offenbar nix gehackelt hat und jetzt herumquengelt und nörgelt, ist keine Alternative. Schon gar nicht in Krisenzeiten. Wo wir vor allem eines brauchen: Politiker, die anpacken.

26.11.2008 22:10
Artikel bookmarken bei: ? Hilfe

Das Wetter heute: