Harddisks bäumen sich gegen SSDs auf:
Schreibgeschwindigkeit und 2,5 Zoll helfen

  • Festplatten-Lager im High-End-Bereich noch vorne

Bei High-Performance-Festplatten für den Einsatz im Unternehmensumfeld entwickelt sich der 2,5-Zoll-Formfaktor zum Standard. Bei Platten mit 10.000 Umdrehungen pro Sekunde sinkt die Stromaufnahme um 35 Prozent gegenüber 3,5-Zoll-Modellen, so Paul Martin, Senior Director beim Speicherspezialisten Western Digital gegenüber DigiTimes. "Der 2,5-Zoll-Formfaktor ist der richtige Weg im Wettbewerb mit Solid State Drives (SSDs)", betont Hilmar Beck, Western Digital Manager.

Western Digital steht derzeit noch fest im Festplatten-Lager, wo der sinkende Stromverbrauch hilft, dem Druck der Konkurrenztechnologie standzuhalten. "Im High-Performance-Bereich werden SSDs mit der Zeit an Boden gewinnen", meint Beck zwar. Allerdings habe die Technologie noch Einschränkungen wie etwa die begrenzten Schreib-Lese-Zyklen und die dadurch beschränkte Haltbarkeit. Der Western-Digital-Experte verweist auch darauf, dass die Schreibgeschwindigkeiten von SSDs noch relativ gering sind. "Noch sind Festplatten im High-Performance-Bereich überlegen", ist er daher überzeugt. Western Digital betont aber, dass das Unternehmen durchaus Erfahrung mit Flash-Technologie hat und sich bei Bedarf auch der SSD-Technologie zuwenden wird. Der Druck, mit dem andere Unternehmen hinter SSDs stehen, könnte Western Digital dabei früher statt später unter Zugzwang setzen. Beispielsweise hat Speicher-Mitbewerber SanDisk angekündigt, ab 2009 für 100 Mal höhere Schreibgeschwindigkeiten bei SSDs zu sorgen.

Derzeit können sich Festplatten im Unternehmensumfeld nicht zuletzt Dank des Übergangs zum 2,5-Zoll-Formfaktor behaupten. "Moderne Blade-Server folgen diesem Trend bereits seit einiger Zeit", sagt Beck. Auch Mischlösungen, die leistungsfähige 2,5-Zoll-Festplatten mit kapazitätsstarken 3,5-Zoll-Modellen kombinieren, sind möglich. Dabei sinkt die Gesamtkapazität gegenüber der ausschließlichen Verwendung von 2,5-Zoll-Platten nur um zehn Prozent, während der Stromverbrauch im Mittel um 30 Prozent zurückgeht, so Martin. Seit 2004 sei die durchschnittliche Leistungsaufnahme von Enterprise-Festplatten von 240 auf 144 Watt gesunken, während sich die mittlere Kapazität vervierfacht hat. (pte/red)

Quelle: Pressetext

25.11.2008 08:54
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