Neue Frauenministerin hat Arbeitsmarkt im Visier: Beruf und Familie besser vereinbaren
- Heinisch-Hosek will höhere Quote in Aufsichtsräten
- Wissenschaftsminister Hahn plant neues Uni-Gesetz
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek will ihren Schwerpunkt auf den Arbeitsmarkt setzen. Denn Frauen seien in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders betroffen. Heinisch-Hosek hat sich daher vorgenommen, die Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.
Als eines ihrer ersten Vorhaben will sie die Koppelung der öffentlichen Auftragsvergabe an die Frauenförderung von Unternehmen realisieren. Noch vor Weihnachten wolle sie die Gespräche darüber beginnen, kündigte Heinisch-Hosek zuvor im Ö1-"Mittagsjournal" an. In Aufsichtsräten will die neue Frauenministerin eine Frauenquote von 40 Prozent bis 2010 erreichen. Die Frauenbeschäftigungsquote möchte sie "um einige Prozent" anheben. Ebenfalls das Jahr 2010 nannte sie als Ziel für das geplante neue Beamten-Dienstrecht.
Eher allgemein geblieben ist auch Wissenschaftsminister Johannes Hahn in seinem Redebeitrag im Plenum. Er will das Bachelor-Studium weiterentwickeln sowie einen gesamtösterreichischen Hochschulplan, der auch die Fachhochschulen, Pädaks und Privatunis einschließt, erarbeiten. Die schon länger geplante UG-Novelle möchte Hahn im ersten Halbjahr 2009 umsetzen. Besonderes Augenmerk werde die Regierung auch auf die Forschung legen, sagte der Minister.
(apa/red)









