Neuer Zündstoff für eine politische Krise: Mumbai-Attentäter in Pakistan ausgebildet
- Früherer Armeeangehöriger organisierte Trianing
- US-Außenministerin Rice auf Vermittlungsmission

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für mehr Entschlossenheit
Die Attentäter von Bombay sind nach Angaben indischer Ermittler monatelang in Pakistan ausgebildet worden. Der einzige festgenommene Täter habe ausgesagt, dass die Gruppe ihre Befehle aus dem Nachbarland erhalten habe. Das Training in Pakistan sei von der Extremisten-Organisation Lashkar-e-Toiba unter Führung eines früheren pakistanischen Armeeangehörigen organisiert worden.
Die Extremistengruppe soll nach Erkenntnissen von Sicherheitsexperten in der Vergangenheit Verbindungen zum pakistanischen Militärgeheimdienst gehabt haben. Indien hat der pakistanischen Regierung zwar nicht direkt eine Beteiligung an den Anschlägen vorgeworfen, die Regierung in Neu-Delhi hat aber wiederholt ihren Ärger darüber kundgetan, dass Pakistan offenbar unwillig oder unfähig sei, Anschläge in indischen Städten zu unterbinden.
US-Außenminister Rice forderte Pakistan zur uneingeschränkten Zusammenarbeit bei der Aufklärung der Anschläge auf. Rice wird in Indien erwartet, um zu versuchen, die Spannungen zwischen den beiden über Atomwaffen verfügenden Ländern abzubauen. Pakistan hat Indien unterdessen aufgefordert, nach den Anschlägen keine Konfrontation zu suchen.
Extremisten hätten die Macht, in der südasiatischen Region Krieg zu entfesseln, mahnte der pakistanische Staatspräsident Zardari gegenüber der "Financial Times". Die verfeindeten Nachbarn dürften sich auf diese Provokation keinesfalls einlassen. "Wir müssen zusammenstehen, um diese Gefahr zu bannen", betonte Zardari, dessen Frau Benazir Bhutto im vergangenen Jahr bei einem Attentat in Rawalpindi ums Leben gekommen war.
(apa/red)








