Weniger Sex wegen finanzieller Nöte: Den Türken vergeht in der Krise Fleischeslust
- Unternehmer: "Menschen ziehen sich mehr zurück"
- Regierung soll jetzt endlich Maßnahmen beschließen

Die Türken leiden nach Einschätzung eines prominenten Geschäftsmannes nicht nur monetär unter den Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise, sondern auch in ihrem Liebesleben. Es bleibe nicht dabei, dass die Menschen ihre Ausgaben zurückfahren, sagte der Textilunternehmer Cem Boyner nach einem Bericht der Zeitung "Vatan". Die Menschen zögen sich zurück: "Sie kaufen nicht mehr ein, sie trinken keinen Kaffee mehr, sie gehen nicht mehr ins Kino, sie haben keinen Sex mehr."
Boyner schloss sich der Forderung türkischer Wirtschaftsverbände nach einem Maßnahmepaket der Regierung zur Überwindung der Krise an. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat ein solches Paket angekündigt, doch bisher ist unklar, was das Maßnahmenbündel enthalten soll und wann es vorgestellt wird. Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften gleichermaßen werfen dem Premier vor, die Krise zu unterschätzen. Nach Gewerkschaftsangaben sind allein in der für die Türkei wichtigen Textilbranche innerhalb eines Jahres rund 250.000 Arbeitsplätze vernichtet worden.
(apa/red)








